Guten Morgen 2024!!!
Guten Morgen 2024!!!
Silvester und der erste Morgen 2024.
Silvester und der erste Morgen 2024.

01.01.2024

 

Wie immer an Silvester sind wir eine halbe Stunde vor dem Jahreswechsel am Stall. Wir machen nochmals Ordnung, füttern Heu und haben den Jungs auch jeweils eine Portion Mash mitgebracht. Amor bekommt diese über seine Extra-Portion Heucobs. 

 

Um 0.00 Uhr stehen die Jungs dann wie immer ruhig beieinander, wenngleich ich weiß, daß Willi die Situation deutlich mehr streßt als das Mörchen. Wir stoßen mit einem Glas Sekt an, und Willi findet das sogar ziemlich lecker. ;-) 

 

Fine und Paula liegen seit unserer Ankunft und auch über den Jahreswechsel im Stall beieinander in ihrem Körbchen. 

 

Nachdem der Senior sich zum Vertilgen seiner restlichen Heucobs in das Weidezelt verzogen hat und Willis Halsmuskeln sich wieder locker hin- und herpendeln lassen (für mich immer der Indikator, daß der Streß nachgelassen hat), machen wir uns um 0.45 Uhr auf den Heimweg. Beim letzten Blick in die Stallkamera um 01.30 Uhr sehe ich die beiden Buben bereits wieder im Sand liegen. Alles paletti! 

Unterwegs in voller Montur.
Unterwegs in voller Montur.

Auch als ich um 10.00 Uhr zum Stall komme, ist alles in Ordnung. Die Jungs bekommen nochmals eine Portion Mash - eine reine Präventiv-Maßnahme. 

 

Am frühen Abend gehen Claudia mit Willi und ich mit dem Mörchen eine Dreiviertelstunde spazieren - natürlich wie immer in voller Montur, damit wir keinesfalls zu übersehen sind. ;-) 

02.01.2024

 

Trotzdem es heute wieder mal ziemlich naß und windig ist, geht Annika am Abend mit Helena im Sattel von Amor eine Dreiviertelstunde spazieren. 

03.01.2024

 

Heute ist es mit Windböen von über 75 km/h wieder sehr stürmisch. 

 

Auch Sarah geht am Nachmittag mit dem Mörchen eine halbe Stunde spazieren. 

 

Ich nehme mir am Abend mal wieder Willis vier zarte Beinchen vor und schere das Fell kurz (nicht zu kurz, sonst juckt es!), damit die schuppigen Stellen besser behandelt werden können. Artig wie er ist, bleibt er ruhig stehen und läßt alles über sich ergehen. Grundsätzlich sehen die alten Stellen insgesamt sehr gut aus. Dafür entwickeln sich auf der oberen Hinterseite des Röhrbeins an beiden Vorderbeinen neue Stellen. *augenroll* Deshalb schere ich auch dort das Fell sehr kurz. Ich habe seit einigen Wochen Dermigard im Einsatz, ein Spray, das aus Lebermoosextrakt, Niemöl, Panthenol, Zedernholz-, Lavendel- und Zitroneneukalyptusöl besteht. Es pflegt stark beanspruchte Haut und wirkt auch gegen Milben (die ich immer noch als Ursache für alles vermute).  Seitdem wir das Spray nahezu täglich aufsprühen, schuppt sich die Haut jedenfalls deutlich weniger. 

 

Allerdings hat der Schwarze neuerdings an den Ballenaußenseiten an beiden Vorderbeinen ständig wechselnde, leicht offene Stellen. Diese behandle ich derzeit mit dem Sprühgel Medilusan von Medilutions, mit dem ich bislang sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Soifzt. Ich hatte mir ja von der Futterberatung und der über mehr als acht Monate andauernden Kräuterfütterung ja wesentlich mehr versprochen... 

Wir drei an der Hütte im Wald.
Wir drei an der Hütte im Wald.

04.01.2024

 

Bevor wir heute Nachmittag ins Gelände gehen, shampoonieren Gerret und ich Willis Beine mit einem antibakteriellen Shampoo ein. So hat das Fell Zeit, im Gelände an der frischen Luft zu trocknen. 

 

Gerret begleitet Willi und mich mit Amor am Strick für eine starke Stunde ins Gelände. Am Waldrand traben der Schwarze und ich dann allerdings erst einmal fröhlich von Dannen, weil er heute die Easyboot Epic in Gr. 6 trägt, die ihm früher immer zu groß waren, und ich schauen will, wie sie halten: acht Minuten Trab am Strück sind jedenfalls kein Problem. ;-)

 

Den Galopp spare ich heute erst einmal aus. Als das Schwarztier nämlich merkt, daß der Senior ihm nicht folgt, wird er ziemlich fest. Er läßt sich zwar ohne Probleme weiter im Trab vorwärts schicken, aber mein sonst so softes Pferdchen fühlt sich unter mir wie ein großer Klumpen an. Da ist nix mit Üben von Seitengängen, einhändig geritten... Das Herstellen der Losgelassenheit steht auf dem Programm. Also lasse ich mir immer wieder den Zügel, auch im Trab, aus der Hand kauen und lobe, sobald Willi abschnaubt. Richtig wohl fühlt er sich allerdings erst wieder, als wir Gerret und Amor wieder im Wald treffen. Hätten die beiden sich im Wald wiehernderweise nicht immer wieder gerufen, wäre das wohl eher kein Thema gewesen. Aber egal: auch mal interessant zu erfahren, wie die beiden reagieren, wenn wir uns unterwegs trennen. 

 

Dann bummeln wir vier gemeinsam nach Hause, und auf dem Heimweg komme ich dann doch noch dazu, ein paar Lektionen abzufragen. Ich kann jedenfalls nur empfehlen, im Gelände einfach immer wieder mal jede noch so kleine Wendung aktiv in richtiger Stellung und Biegung zu reiten und die Geraden anschließend dazu zu nutzen, sich die Zügel aus der Hand kauen zu lassen. Ergebnis: ein lockeres, schön an den Hilfen stehendes Pferdchen! Suuupi! 

Gemeinsames Heufressen im Stall.
Gemeinsames Heufressen im Stall.

05.01.2024

 

Annika macht am Vormittag mit Willi Bodenarbeit. 

06.01.2024

 

Claudia geht am Vormittag mit dem Schwarztier 1,5 Stunden barhuf ins Gelände. 

 

Mir ist als weitere Alternativ-Bespaßung der Pferde in Paddock mal wieder eingefallen, daß dort ja auch Equikinetic möglich ist. Da der kleinere Paddock vor dem Weidezelt ohnehin nur ca. 8m x 8m mißt, benötigen wir hierzu auch nicht unbedingt die mit Dualgassen ausgelegte Quadratvolte. Also nehme ich am Abend das Mörchen am Kappzaum an die kurze Longe. Zuerst schaue ich mir im Freigang an der Longe an, wie er denn so läuft. Rechte Hand spurt er schön mit den Hinterhufen in die Spur der Vorderhufe. Linke Hand ist die Hinterhand leicht nach innen versetzt. 

 

Ich programmiere mir den Intervall-Timer auf acht Runden à 90 Sekunden mit 30-sekündigen Pausen für den Handwechsel dazwischen. Dann gehts los. Amor zeigt recht schnell, daß er weiß, daß wir das schon mal gemacht haben und läßt sich rechte Hand schön stellen und biegen. Hier kann ich zentriert im Zirkelmittelpunkt stehenbleiben, brauche auch nur recht kleine Signale wie z. B. das Schließen der Hand, um die Stellung zu erhalten. Linke Hand sieht das schon anders aus: hier muß ich recht nah bei ihm mitlaufen und touchiere immer wieder seine linke Schulter, damit er diese anhebt, sich trägt und damit auch schön nach links stellt. 

 

Nach jeweils zwei Runden im Schritt auf jeder Hand frage ich dann jeweils zwei Runden im Trab auf jeder Hand ab. Hier fällt es dem Senior leichter, sich links zu stellen. In der letzten Runde merke ich allerdings auch, daß ihn das doch schon sehr angestrengt hat. Aber dennoch: prima! Das ist wieder etwas, woran und womit wir arbeiten können. 

Unsere erste Kutschfahrt in 2024: bei gerade einmal 3°.
Unsere erste Kutschfahrt in 2024: bei gerade einmal 3°.

07.01.2024

 

Am Vormittag spannen wir den Schwarzen für die erste Ausfahrt in 2024 an. Es hat gerade einmal 3°. *brrr* Amor bleibt heute am Stall zurück, weil der Muskelaufbau durch die Equikinetic am besten gefördert wird, wenn nach einer solchen Einheit ein Tag Pause eingelegt wird. 

 

Willi trägt heute vorne die Easyboot Epics und hinten die BOAs. Am Waldrand angekommen kontrolliere ich deren Sitz nochmals und schnalle die Epics ein wenig enger. 

 

Wir traben heute am Anfang recht lange, müssen dann leider ettliche Trabstrecken ausfallen lassen und im Schritt passieren, weil unheimlich viele Spaziergänger unterwegs sind. 

 

Als wir mal wieder am Rittnerthof vorbei kommen, ist der Schwarze ziemlich irritiert. Die vier dick mit Decken und Gamaschen eingepackten und wieder völlig echauffiert in ihren mini-kleinen Parzellen herumspackenden Warmblüter interessieren ihn gar nicht, wohl aber ein auf der anderen Seite in einem Waldweg geparkter großer Geländewagen mit dazugehörigem Fahrer mit grüner Mütze und artig neben diesem sitzenden weißen Hovawart. Die Warmblöds kennen wir ja. Aber so ein Auto mit Mensch und Hund - die sind normalerweise sonst nicht da! Also steige ich ab, gehe zu Willi und lotse ihn beruhigend und munter sprechend an der für ihn gespenstischen Situation vorbei. Da geht auch gleich der Kopf herunter, er schnaubt ab und alles ist wieder in Ordnung. Na, sowas. ;-) 

 

Nach knapp 10 km in knapp zwei Stunden sind wir wieder am Stall und werden von Amor erwartet, der schon auf seinem Ausguck, dem Podest, steht. Die Hufschuhe haben super gehalten, haben sich auch nicht gedreht. 

Bei frischen -2 Grad mit Handpferd im Gelände.
Bei frischen -2 Grad mit Handpferd im Gelände.

08.01.2024

 

Am Nachmittag nehme ich das Mörchen als Handpferd mit, als ich mich bei windigen -2 Grad auf den Schwarzen schwinge. *bibber* Trotzdem sind wir gut 1 3/4 Stunden auf knapp 9 km unterwegs. 

 

Willi läuft im Schritt zügig vorwärts, wobei sich der Senior gerne nach hinten fallen läßt. Dafür legt er dann im Trab zu und überholt uns. Als ich Willi deshalb angaloppieren lasse, ist auch das kein Problem für Amor: der galoppiert uns auch dann davon. *grins* Aber natürlich geht sowas nicht; er muß schon artig an Willis Schulter bleiben. 

 

Als wir nochmals auf einer längeren Trabstrecke unterwegs sind, ist das dann kein Problem mehr. Hier zeigt sich auch einmal mehr, wie gut eingespielt wir drei aufeinander sind: wenn ich den Schwarzen über den Sitz reiten, das Mörchen dabei problemlos manövrieren und mir dabei auch noch den rechten Träger vom BH wieder die Schulter hinaufschieben kann, wofür ich an Jacke und Sweatshirt jeweils den Reißverschluß öffnen und wieder schließen muß, dann hat das doch was. 😂😂😂

Amor schaut zu.
Amor schaut zu.

09.01.2024

 

Nachdem wir eine neue Lieferung Heu bekommen haben, unterstütze ich am Abend Claudia bei ihrer Einheit Freiarbeit mit Willi. Das Mörchen steht die ganze Zeit neben mir und schaut zu. 

Bald geht die Sonne unter.
Bald geht die Sonne unter.

10.01.2024

 

Nach einem sehr seltsamen beruflichen Coaching am Vormittag, bei dem Bäume gemalt, mit Lego gebaut und wildeste Spekulationen und Interpretationen hierüber ausgetauscht wurden, brauche ich zum Kopflüften etwas Bodenständiges, Natürliches. Was gibt es da besseres, als die Hinterlassenschaften meiner Pferde wegzuräumen. ;-) 

 

Eigentlich wollte ich mit dem Schwarzen noch ein wenig Equikinetic im Paddock machen. Aber als ich mit der Stallarbeit weitgehend durch bin, machen sich die Jungs gerade auf den Weg über den Trailweg zum Viereck auf der Kuppe. Die Sonne macht sich schon langsam bereit, hinter den Bäumen zu verschwinden. Es ist so eine wunderschöne Stimmung, so daß ich mich den Pferden anschließe mich zu eine halbe Stunde zu ihnen setze. Luxus: Ruhe im Kopf. 

 

Es ist so schön, einfach einmal nur mit dem Pferden zusammen zu sein.

Kaaaaaalt!
Kaaaaaalt!

11.01.2024

 

Die bislang kälteste Nacht mit -7,5° liegt hinter uns. Ich bringe am Vormittag die zu Hause eingeweichten Heucobs mit zum Stall, als ich mich mit Annika treffe. 

 

Die Versorgung der Pferde mit Wasser ist kein Problem: die Isobar hält das Wasser wunderbar eisfrei, aufgefüllt wird sie über die - natürlich - zugefrorenen Regenwassertonnen, die wir ca. alle zehn Tage mit Frischwasser befüllen und jetzt eben aufschlagen müssen. Was aber immer noch zeitsparender ist, als alle zwei Tage den langen Wasserschlauch zu verlegen, um die Isobar aufzufüllen. 

 

Gemeinsam mit Annika gehen Willi und ich auf die Reitwiese. Ich gebe Annika einige Tipps zum Sitz, und wir schauen uns das Schenkelweichen an. Nach 15 Minuten lassen wir es aber auch wieder gut sein, weil die Reitwiese doch zu bucklig gefroren ist und der Schwarze sich unnötig schwer tut.

 

Anschließend geht Annika mit Amor noch eine Stunde spazieren. 

500 kg Heucobs für den Senior.
500 kg Heucobs für den Senior.

12.01.2024

 

Die Kälte der vorletzten Nacht wurde in der letzten Nacht nochmals getopt: -8°. *bibber* Die Isobar macht jedenfalls einen tollen Job und hält das Wasser eisfrei.

 

Wir bieten den Pferden nun auch wieder Heu aus den Bigboxen an, einmal aus einem kleinen Heunetz und einmal lose. Dadurch sind sie auch endlich wieder animiert, öfter den Trailweg hinauf und hinunter zu laufen. 

 

Am Nachmittag bekommen wir mal wieder Heucobs geliefert: 500 kg in 25 20 kg-Säcken. Das reicht für den Senior wieder für die nächsten drei Monate. 

 

Anschließend gehe ich noch mit Willi eine starke Stunde ins Gelände. Da alles gefroren ist, fallen die höheren Gangarten heute etwas weniger als geplant ins Gewicht. Trotzdem macht es Spaß, durch den leicht dunstigen Wald zu bummeln.

13.01.2024

 

Claudia macht mit Amor eine halbe Stunde Handarbeit. 

Dick eingemummelt bei Minusgraden in Marbach.
Dick eingemummelt bei Minusgraden in Marbach.

14.01.2024

 

Am frühen Morgen geht es los - wir fahren zum Halbtages-Seminar mit Anja Beran nach Marbach auf die schwäbische Alb. Thema: "Der Pferdehals formt sich zuletzt". 

 

Bei -8,5° kommen wir an, beschließen aber aufgrund eines reichlichen Zeitfensters erst einmal gemütlich frühstücken zu gehen, als wir ein nettes Café entdecken. So gestärkt gehts dann in die große Reithalle des baden-württembergischen Haupt- und Landgestüts. Dick eingemummelt und mit Sitzheizung ausgestattet nehmen wir unsere Plätze ein und verfolgen zunächst den gut einstündigen Vortrag von Anja Beran zum vorgenannten Thema.

 

Auf gut Deutsch und in Kürze übersetzt: es wird nicht vorne am Zügel gezuppelt, um das Pferd in irgendeine Haltung zu bringen/zwingen, denn alles, was wir uns vorne wünschen, kommt von einer aktiven, sich mehr und mehr beugenden Hinterhand und wird vom Pferd im Laufe der Ausbildung nach und nach selbst angeboten. Punkt. Denn dem gibt es nichts, aber überhaupt gar nichts hinzu zu fügen! 

 

Nach einer halbstündigen Pause werden uns dann vier Pferde in unterschiedlichen Ausbildungsstufen vorgestellt. Wir sehen feines Reiten und toll ausgebildete (teilweise auch Korrektur-)Pferde. Und nebenbei: ich habe einen Vollblut-Araber noch nie so schön laufen sehen!

 

Viel Neues gab es für mich heute zwar nicht zu entdecken, aber ich wollte Anja Beran schon immer einmal live reiten sehen - und zur Auffrischung und zum erneuten In-den-Fokus-Rücken des Themas war es ein sehr schöner Tag, an dem wir auch viele bekannte Gesichter getroffen und viel geplauscht haben. 

 

Unsere beiden Hoppas wurden derweil am Vormittag von Annika und Helena bespaßt: das Mörchen war wieder Kinderreitpony und stiefelte ins Gelände, während Willi anschließend ein wenig auf den Balance-Pads hin- und herschaukeln konnte. 

15.01.2024

 

Am Abend mache ich mit beiden Jungs Equikinetic auf dem Paddock, da der Sand nicht wirklich fest gefroren ist, sondern vielmehr eine schöne gerade Fläche bildet. 

 

Zunächst ist das Mörchen dran. Der tut sich anfangs etwas schwer und stiefelt schon beim Aufwärmen mit etwas steifer Hinterhand um mich herum. Die ersten vier von acht Runden à 60 Sekunden mit 30 Sekunden Pause dazwischen für den Handwechsel sind ja aber so oder so immer im Schritt geplant. Ich laufe heute auf beiden Händen nah bei ihm mit, so daß ich mit der Pitsch seine innere Schulter immer wieder durch leichtes Touchieren anheben kann und bleibe im Schritt. Erst zum Schluß hin lasse ich ihn dann noch einmal kurz antraben, was ganz manierlich ausschaut. 

 

Willi steht die ganze Zeit neben dem Podest und hat uns aufmerksam zugesehen. :-) Na, mal schauen, ob er was gelernt hat. Auch ihn lasse ich erst etwas um mich herum zirkeln, bevor wir ebenfalls in die acht Runden starten. Rechte Hand klappt das supi, linke Hand tut er sich schwer. Auch bei ihm laufe ich immer nah mit, um seine innere Schulter anzuheben. Schlau wie er ist, weiß er aber recht schnell, was ich von ihm sehen möchte. Er arbeitet schön mit, zeigt aber beim Handwechsel von der rechten auf die linke Hand jeweils an, daß er das eigentlich nicht sooo gut findet. *grins* Aber ein bißchen Gymnastik muß schon sein. Zum Schluß hin läuft er auch linke Hand schön in Stellung, wenn auch noch nicht gänzlich konstant. 

Ausritt in der Nachmittagssonne mit ein wenig Schnee.
Ausritt in der Nachmittagssonne mit ein wenig Schnee.

16.01.2024

 

Am Nachmittag schwinge ich mich in den dick mit Lammfell bezogenen Sattel vom Schwarztier und bummle mit ihm knappe 1,5 Stunden durchs Gelände. Gleich zu Anfang treffe ich am Waldrand unseren Jagdpächter. Wir plauschen ein wenig, der Schwarze steht mustergültig still. 

 

Wenn die Wege es zulassen, traben wir heute auch wieder einige längere Strecken, lassen den Galopp aber weg. Die Easyboot Epic in Gr. 6 hören sich nämlich schon wieder so an, wie wenn sie (nach-)schlabbern. Soifzt. 

 

Das Licht im Wald ist jedenfalls wunderschön, als die schon langsam untergehende Sonne so zwischen den Bäumen hindurch scheint. 

 

Claudia geht am Abend mit Amor eine Stunde spazieren. Ich habe empfohlen, einmal in die andere Richtung zu laufen, da unser Jagdpächter heute noch ansitzt. ;-) 

17.01.2024

 

Annika geht am Abend mit Helena im Sattel von Amor noch eine Dreiviertelstunde spazieren. In der kommenden Nacht ist ziemlich viel warme Luft mit bis zu 11° vorhergesagt. Nun, dann müssen wir zumindest keine Heucobs auftaufen. ;-) 

Der Senior liegt auf dem Pferdebett.
Der Senior liegt auf dem Pferdebett.

18.01.2024

 

Juhu! Als ich heute Nacht einmal kurz die Stallkamera checke, wen sehe ich da auf dem Pferdebett liegen: das Mörchen! Es freut mich, daß ich nun endlich den Nachweis habe, daß auch er sich dort ablegt. 

 

Annika rapportiert mir am Morgen, daß beide Jungs munter sind. Ich hatte etwas Sorge, daß dieses kurze Zwischenhoch mit einem deutlichen Temperaturanstieg evtl. eine Kolik auslösen könnte. Aber schon am Morgen ist die Temperatur wieder auf knapp über 0° gesunken, und im Laufe des Vormittags fängt es richtig an zu schneien!

 

Amor geht mit Annika eine Dreiviertelstunde spazieren, Willi wird von ihr mit Bodenarbeit im Paddock gearbeitet. 

 

Als ich am Nachmittag zum Stall komme, sind beide ebenso munter. Wir bummeln ein wenig gemeinsam über den Paddock und untersuchen den Schnee. ;-) 

 

Am Abend bespaßt Sarah Amor noch 20 Minuten Doppellonge im Paddock. 

Hufpflege
Hufpflege

19.01.2024

 

Aufgrund der nachts weiterhin äußert kalten Temperaturen bleibt uns der Schnee vorerst einmal erhalten. Sehr gut, denn auch heute komme ich zeitlich leider nicht dazu, einen Ausritt zu unternehmen, weil am Nachmittag der Hufpflegetermin mit Hannes ansteht. Hier ist alles unkompliziert, die Hufe sehen gut aus. 

 

Der Schwarze läutet auch so langsam den Frühling ein: bereits in der letzten Woche hat er die ersten Haare verloren. Jetzt werden es immer mehr. 

Endlich: mit den Jungs im Schnee!!!
Endlich: mit den Jungs im Schnee!!!

20.01.2024

 

Die Minustemperaturen werden in der letzten Nacht nochmals getopt: -12 Grad hat das Thermometer heute Nacht angezeigt. Für die Pferde ist das kein Problem. Der Paddock ist auch schön eben, nachdem ich ihn gestern nochmals gerade gerechelt hatte. 

 

Am Nachmittag ist es dann endlich soweit: in Begleitung von Gerret und Amor brechen Willi und ich zu einem Schneeausritt auf. Die Pferde gehen barhuf, weil die betonierten Wege ohnehin ziemlich vereist sind und ansonsten noch überall gut Schnee liegt. 

 

Wir sind knapp 1,5 Stunden gemütlich im Gelände unterwegs. Ich träble und galoppiere hin und wieder mit Amor als Handpferd mal eine kurze Strecke, was mega-viel Spaß macht: durch das viele einhändige Reiten und Konzentration auf den Sitz in der letzten Zeit ist Willi sehr aufmerksam und auf kleinste Hilfen geschult. Angaloppieren aus dem Schritt, ganz sachte: kein Problem! :-) 

 

An der Grünen Hütte treffen wir auf einen kleinen Schneemann. Wie hübsch! 

 

Nach 6 km kommen wir gegen 17.00 Uhr wieder am Stall an. Bis ca. 17.30 Uhr ist es jetzt noch einigermaßen hell. Prima! 

Sonnenuntergang mit leichten Nebenschwaden.
Sonnenuntergang mit leichten Nebenschwaden.
Willi und Amor
Willi und Amor

21.01.2024

 

In der letzten Nacht war es mit erneut -7 Grad nicht mehr allzu kalt. ;-) 

 

Nach der morgendlichen Fütterung gibts für die Pferde eine Überraschung: sie dürfen für 15 Minuten auf die Weide. Ich habe meine Kamera mitgebracht und lichte sie ein wenig ab. 

 

Während Amor gemütlich Gras knabbert und sich durch nichts, aber auch wirklich gar nichts aus der Ruhe bringen läßt, hüpft der Schwarze zwischendurch wie ein Flummi um ihn herum. Und findet es natürlich gar nicht schön, als wir sie dann wieder einsammeln möchten. Da müssen wir dann tatsächlich die Halfter holen. *grins* 

22.01.2024

 

Heute: der ganze Schnee ist weg! Schon am Vormittag hat es deutliche Plusgrade, die am Nachmittag auf bis zu 10° ansteigen. Als ich mittags zum Stall komme, ist alles grün. Wie immer nach solchen Kälte-, Eis- und Schneeperioden unterziehe ich den Stall einer kurzen Grundreinigung, weil doch einiges an festgefrorenen Pferdeäppeln oder Heu einzusammeln ist. 

 

Danach putze ich das Schwarztier und vermesse seinen großen Kopf. Nachdem wir zwischenzeitlich wirklich sehr gut zügelunabhängig mit viel Sitz unterwegs sind, möchte ich mich auf den Weg in Richtung Kandare aufmachen. Dazu benötigen wir erst einmal einen Kandarenzaum - was für Willis Größe nicht ganz unproblematisch ist. Es wird also eine Maßanfertigung werden. Und dann muß ich natürlich noch schauen, wo ich eine entsprechende Unterlegtrense und eine Kandare finde. 

 

Anschließend biete ich dem Schwarzen alle vier Balance-Pads an. Er steht gleich drauf und fängt umgehend an, sich hin- und her zu wiegen. Manchmal habe ich schon ein wenig Angst, daß er umkippen könnte...! Willi genießt diese Art der Körpererfahrung offensichtlich sehr, steht ruhig da, wiegt sich, spürt in sich hinein und ist ganz versunken. So steht er selbständig fast 15 Minuten auf den Pads. Toll! 

 

Sarah geht mit Amor am Abend am Langen Zügel ein wenig spazieren. 

23.01.2024

 

Meine Pferde haben echt die Ruhe weg. Egal, wann ich in die Kamera schaue: sie chillen. ;-) 

 

Am Nachmittag schnalle ich dem Schwarzen erstmals die gebraucht in Gr. 7 gekauften BOA Hufschuhe an und mache mich mit ihm für 1,5 Stunden auf starken 7 km auf ins Gelände. Anfangs halten sie gut, auch im Trab und im Galopp. Auf dem Heimweg fängt dann der linke Hufschuh an, sich dauernd zu drehen - nur im Schritt und ohne Belastung meinerseits, weil ich wegen eines Umwegs aufgrund umgestürzter Bäume Willi auf Asphaltwegen gemütlich heimwärts führe. Soifzt. Hach jaaa... Willi hat ein wenig geschwitzt. Bei knapp 10° kein Wunder. 

 

Am Abend zeige ich Claudia mit Amor dann die Grundlagen der Equikinetic. Der Senior ist mal wieder voll das Lehrpony und macht alles richtig - wenn man es ihm auch richtig ansagt. ;-) 

25.01.2024

 

Am Vormittag treffe ich ich mit Annika. Ich zeige mit dem Mörchen, wie die Equikinetic funktioniert und lasse Amor zunächst vier Runden im Schritt, dann vier Runden im Trab absolvieren. Beim Antraben tut er sich heute eine wenig schwer, macht aber ansonsten schön mit und hält die Stellung schon etwas länger selbständig. 

 

Willi ist dann Annikas Versuchsobjekt. Bei ihm arbeiten wir erst einmal ohne Intervalltimer, damit sich Annika ohne Streß einfinden kann. Das klappt gut. Anschließend geht Willi mit ihr noch ein wenig spazieren. 

27.01.2024

 

Claudia geht mit dem Schwarztier am Vormittag 1,5 Stunden ins Gelände. 

 

Gerret und ich nehmen beide Jungs am Nachmittag nochmals mit auf einen kurzen Spaziergang mit Pause zum Grasen. 

Mal wieder mit der Kutsche unterwegs.
Mal wieder mit der Kutsche unterwegs.

28.01.2024

 

Auch heute Morgen ist alles wieder mit einer leichten Eisschicht bedeckt; es hat immerhin -3°. 

 

Nach der Stallarbeit wird angespannt. Amor begleitet uns wie immer als Handpferd.

 

Ich ziehe Willi heute mal wieder die Easyboot Epic in Gr. 6 an und hoffe, daß sie halten. Weit gefehlt: schon als Willi das erste Mal antrabt, müssen wir recht schnell anhalten. Der rechte Hufschuh hängt nur noch am Klettverschluß am Fuß. Soooooizt. Also gut. Wir beschließen, es heute sehr gemütlich anzugehen und im Schritt zu bleiben. Aber auch das reicht nicht aus: der rechte Hufschuh dreht sich und dreht sich und dreht sich. Argh!!! Ich könnte...!!! Keine Ahnung, wie oft ich letzten Endes absteigen und den Hufschuh richten mußte. Er hält auch in verschiedenen Verschnallungspositionen nicht. 

 

Wir entscheiden, unsere für heute eigentlich mit einem Abstecher zu einer Bekannten und ihren Pferden geplante längere Tour abzubrechen und wieder nach Hause zu fahren. Nach gut 1,5 Stunden und knapp 7 km kommen wir wieder am Stall an. Am rechten Hufschuh hat sich zudem auch noch das Drahtseil aufgefranst. Naja, egal, so ist es halt. 

 

Dafür sitze ich anschließend in der wärmenden Sonne im Gärtchen und mache ein Nickerchen, während der beste Ehemann von allen unbedingt noch ein wenig Holz sägen möchte. Immer wieder krabbelt dabei auch Paula auf mir herum und schnurrt mir feste ins Ohr. ;-) 

Mittagspausenausritt
Mittagspausenausritt

29.01.2024

 

Nach vier Wochen stufenweiser Wiedereingliederung mit jeweiliger Erhöhung der täglichen Arbeitszeit gehts heute endlich normal weiter: ich arbeite wieder voll. Was allerdings nicht heißt, daß ich vollständig genesen bin und mein Bandscheibenvorfall ad acta gelegt werden kann. Das wird mich schon noch eine Weile begleiten. 

 

Aber: jetzt habe ich wieder einen normalen Tagesrythmus, so daß ich in der Mittagspause den Schwarzen sattle, da die Devise noch immer heißt: Bewegung, Bewegung, Bewegung. Also darf sich auch Willi bewegen. ;-) Der geht heute mal barhuf ins Gelände; ich will mal schauen, ob das ab und an auch bei flotteren Ausritten in allen drei Gangarten taugt. 

 

Auf dem Weg zum Waldrand knallt es plötzlich: in 300 m Entfernung schießt ein Jäger; ich kann sein Auto und den Jagdhund sehen. Willi zuckt nur kurz und bleibt aufmerksam stehen, um zu schauen, was da los ist. Das wars. Sehr gut. 

 

Wir sind in 1 1/4 Stunden recht flott auf 7,3 km unterwegs und traben recht viel. Zum Einsprung in den Linksgalopp muß ich ihn erst tadelnderweise auffordern, dann geht das auch ohne Nachfragen. Ich stelle und biege viel, nutze jede noch so kleine Wendung und lasse mir auf den Geraden auch im Trab immer wieder mal den Zügel aus der Hand kauen, behalte Willis Nase aber auf Buggelenkshöhe, so daß der Spannungsbogen bei aktiver Hinterhand sehr gut fühlbar ist. Seitengänge klappen heute auch im Trab sehr schön. Die Zügelverbindung zum Maul ist sehr leicht, die Hinterhand läßt sich immer wieder gut anschließen.  So macht das Spaß! Da ich zwischendurch keine Kekse mehr habe, steige ich dann auch mal zum Dank ab und führe eine längere Strecke. 

 

Insgesamt kommt Willi auch ohne Hufschuhe ganz gut zurecht, sucht aber natürlich auch gerne die weichen Seitenränder der Wege. Beim Auskratzen am Stall entferne ich einige Steinchen. Eine minimale Zehenrichtung ist sichtbar. Allzu oft können wir das also nicht wirklich wiederholen. 

 

Gemeinsam mit Sarah und Amor gehen Willi und ich am Abend nochmals eine knappe Stunde spazieren. 

30.01.2024

 

Claudia macht am Abend mit Willi im Paddock eine halbe Stunde Freiarbeit. 

Tschüß Januar!
Tschüß Januar!