Der erste Schnee!
Der erste Schnee!
Im leicht weißen Wald.
Im leicht weißen Wald.

01.12.2023

 

Pünktlich zum ersten Dezember hat es in der letzten Nacht geschneit. Ein wenig. Ganz wenig. Also, so ca. 1 cm. Das reicht jedoch, um im Raum Karlsruhe mal wieder für ein verkehrsmäßiges Chaos zu sorgen... Leider habe ich am Vormittag mal wieder Termine bei der Krankengymnastik, sonst hätte es mich gleich hinaus zum Stall und in den Wald gezogen. 

 

Die Jungs haben jedenfalls ziemlich viel Spaß: wie ich über die Kamera am Trailweg beobachten kann, hüpfen sie buckelnd über das Viereck und spielen wieder miteinander. Vor allem der Senior tut sich da hervor und versucht immer mal wieder, den großen Schwarzen in den Widerrist zu beißen. ;-) 

 

Am Nachmittag fängt es zwar schon wieder deutlich an zu tauen, aber wir haben Glück: ein klitzekleines Bißchen Schnee liegt noch. Also krabble ich auf den Schwarzen, Gerret nimmt das Mörchen am Strick mit. So bummeln wir eine Dreiviertelstunde durch den Wald. 

 

Ich trabe auch mal kurz, während Gerret mich und Willi filmt: der Schwarze trabt - immerhin auch ohne Hufschuhe! -  sowas von leicht und locker-flockig, daß er fast schon zu tanzen scheint. Das bestärkt mich in der Beobachtung von gestern hinsichtlich des Trabs im kleinen Paddock und läßt mich hoffen, daß durch den dressurmäßig etwas vergeigten Sommer und meinen jetzigen krankheitsbedingten Ausfall nicht allzu viel vershit gegangen ist. 

02.12.2023

 

Claudia macht mit Amor ein wenig Handarbeit im Paddock. 

Das Mörchen.
Das Mörchen.

03.12.2023

 

Am Morgen ist es um 09.00 Uhr mit -5,5° doch recht frisch. ;-) Gut, daß ich den Paddock gestern Abend noch eben gerechelt habe. So ist der Sand einigermaßen gerade festgefroren und nicht buckelig, damit sich die Jungs nicht vertreten und kein Hufgeschwür bekommen. 

 

Vormittags zeige ich Annika ein wenig Handarbeit mit Willi. Anschließend gehen Annika mit Helena im Sattel von Amor noch eine Runde spazieren. 

Ein aufmerksamer Schwarzer.
Ein aufmerksamer Schwarzer.

04.12.2023

 

Auch heute ist es wieder richtig kalt: -3° zeigt das Thermometer am Stall. Ich bin entsprechend vorbereitet und habe die nächste klamottenmäßige Stufe erklommen, indem ich lange Unterwäsche, meine Winterstiefel und meine dickste Mütze trage. 

 

Da die Hufschuhe eingefroren sind, geht es heute barhuf mit dem Schwarzen ins Gelände. Der ist heutige ziemlich munter, da das ja nun "seine" Temperaturen sind. Und seeehr aufmerksam. Schon beim Putzen zeigt er mehrmals durch hochgehobenem Kopf und neugierigem Blick, daß drüben auf der anderen Kuppe heute ein rotes Auto steht, daß da sonst nicht steht. Aha. 

 

Losgelassenheit ist heute also unser Thema. Ich beschäftige Willi vom Sattel aus daher immer wieder mit lösenden Übungen, stelle ihn nach links und rechte, baue Schenkelweichen und später auch die Seitengänge ein, worauf er immer wieder den Hals fallen läßt und mehrmals deutlich abschnaubt. Am Waldrand angekommen, gurte ich wie immer nochmals nach und entscheide mich dann für den Weg links etwas steiler den Berg hinauf. Das Schwarztier zeigt an, daß Trab eine gute Idee wäre. Nach drei Trabtritten folgt dann auch gleich der Galopp. *grins* Na, von mir aus. :-) Ich weiß ja schon, daß diese Phase des "Ich hab viel Energie" nicht lange anhält und lobe ihn deshalb gleich viel. Sofern das Geläuf es zuläßt, baue ich immer wieder kurze Trabstrecken ein und lasse mir auch hier immer wieder den Zügel aus der Hand kauen. 

 

Auf dem Heimweg könnten wir dann über einige Wiesenwege zum Stall zurück kommen. Mmmh. Ich hab vor derart "offenem Gelände" ja immer etwas Respekt und Muffe, daß mein Pferdchen das mit einem "Juhu! Und Tschüß!" quittieren könnte. Ich nehme die Zügel auf, bin innerlich entspannt, singe etwas vor mich hin (Singen und gleichzeitig Angsthaben ist gem. Hirnforschung nicht möglich, weshalb das immer ein porbates Mittel ist) und lasse Willi über die Wiesen gehen. Alles geht gut, alles in Ordnung. Ein weiterer Pluspunkt für meinen Schwarzen. 

 

Sarah geht am Abend mit dem Mörchen eine halbe Stunde spazieren. 

Amor nach der Handarbeit auf dem Podest.
Amor nach der Handarbeit auf dem Podest.

05.12.2023

 

Am frühen Nachmittag mache ich mit dem Mörchen eine starke halbe Stunde Handarbeit im kleinen Paddock. 

 

Wir starten mit losem Neben-mir-Herlaufen, halten dabei an und treten gemeinsam auf Körpersprache hin rückwärts auf jeder Hand. So vorbereitet nehme ich dann die Zügel auf und frage selbige Übungen ab: Anhalten, geschlossenes Stehen, Rückwärtstreten. Beim Rückwärtstreten tut sich der Hafi zunächst etwas schwer, weshalb ich ihn dann auch ein paarmal antraben lasse, durchpariere und hieraus sofort das Rückwärtsrichten abfrage. So platzt der Knoten recht schnell. 

 

Weiter gehts mit Übertretenlassen auf jeder Hand, woraus wir dann an die Seitengänge gehen. Schulterherein links fällt dem Senior heute leicht, beim Schulterherein rechts schummelt er gerne und weicht mit der Hinterhand fast ins Schenkelweichen aus. Ich kombiniere deshalb diese Hand zunächst mit Renvers links und frage hieraus dann wieder das Schulterherein rechts ab. So löst sich Amor peu à peu und schreitet korrekt. Via Hinterhandwendungen absolvieren wir mehrmals den Handwechsel. Zum Abschluß frage ich den Spanischen Schritt ab und lasse Amor noch zu seiner Lieblingsübung aufs Podest klettern. Schön hat er das gemacht. 

 

Claudia macht mit Willi am Abend 30 Minuten Freiarbeit im kleinen Paddock. 

Mit Willi vor der Kutsche und Amor als Handpferd auf Nikolaus-Ausfahrt.
Mit Willi vor der Kutsche und Amor als Handpferd auf Nikolaus-Ausfahrt.

06.12.2023

 

Nachdem Gerret am Morgen von der Nachtschicht wieder zu Hause eingetrudelt und die Stallarbeit erledigt ist, schirren wir den Schwarzen vor die Kutsche und nehmen wie immer das Mörchen als Handpferd mit. Willi trägt heute nur vorne Hufschuhe, weil die BOAs bei nassem Geläuf immer recht schnell rutschen. Außerdem steht am Freitag ohnehin wieder Hufpflege an. 

 

Wir kurven 1 3/4 Stunden durch den Wald. Das Wetter ist zum Glück gerade trocken, der Schnee ist verschwunden, aber der Himmel recht wolkenverhangen und grau. Gerret und ich tragen beide unsere Bockschürzen, und ich habe mir sogar noch eine dicke Fleecedecke doppelt gefaltet über die Beine gelegt. So ist es mollig warm. 

 

Unterwegs kommen wir auf unserer gut 9 km langen Ausfahrt mal wieder am Rittnerthof vorbei, wo einige Boxenpferdchen dick eingedeckt auf ihren Mini-Paddocks stehen und in helle Aufregung geraten, als wir mit unserer Kutsche angefahren kommen. Das irritiert den Schwarzen dann doch etwas, weshalb ich absteige und vorne bei ihm mitlaufe. Sobald wir die sich deutlich echauffierenden Rösser passiert haben, schnaubt Willi ab und ist wieder relaxed. Er kann halt nicht nachvollziehen, daß Boxenpferde gerade im Winter arg grell sind, um ihre Energie irgendwie los zu werden. Amr hat das ganze natürlich überhaupt nicht interessiert... ;-) 

 

Mein Dressur-Fahrunterricht für Gerret trägt nun auch langsam erste Früchte: die Wendungen klappen immer besser - Linkswendungen sind prima, rechts herum müssen wir noch etwas an Willis Händigkeit und Gerrets Hilfengebung feilen. Auch die Übergänge werden weicher und sind besser im Flow. Ebenso habe ich Gerret heute einmal mehr bewußt machen können, wie sehr er und das Schwarztier nun schon aufeinander eingespielt sind: eigentlich wollte Gerret gerne traben, ich hielt die Strecke aber für nicht so geeignet, und nur durch Gerrets Körperspannung hat Willi bereits angezeigt, daß er weiß, daß Trab gewünscht ist. Toll! 

Ein frostiger Morgen.
Ein frostiger Morgen.
Nebelstimmung.
Nebelstimmung.

07.12.2023

 

Für heute ist endlich einmal wieder Sonne angesagt, wenngleich am Morgen auch bei -2°. Die Stimmung mit dem überall noch tief hängenden Nebel, durch den sich die Sonne langsam bricht, ist herrlich. 

 

Ich starte mit Willi am Vormittag nochmals barhuf ins Gelände. Seinem Vorschlag folgend halten wir uns zunächst rechts auf Wiesenwegen, die letzten Endes aber einen sehr steilen Hang mit immerhin 80 Höhenmetern hinauf gehen. Dort wird es knifflig: durch die strahlende Sonne ist der gefrorene Boden schon deutlich angetaut und bietet Willi kaum noch Grip. Der gibt sich dennoch alle Mühe, uns sicher über die allermeisten sehr rutschigen Stellen zu bringen. Manchmal kann es sogar nur hufbreitweise vorwärts gehen. Irgendwann bleibt er allerdings stehen. Ich steige ab und führe ihn den letzten Rest des steilen Hangs hinauf. Oben verschnaufen wir erst einmal und genießen den wieder grandiosen Ausblick gen Schwarzwald. 

 

Im Wald träbeln wir dann ein wenig, und eigentlich halte ich das Geläuf auch gut genug für einen barhufigen Galopp und will den Schwarzen gerade dafür in die Mitte des Weges einordnen, weil entlang des Seitenstreifens viele Äste in den Weg ragen, da erwischt mich eine herunter hängende Dornenranke voll im Gesicht. *mrpf* Wir träbeln also weiter bis zum Ende des Weges, wo Willi staunend stehen bleibt, weil vor uns ein Harvester (Holzvollernter) dicke Baumstämme aus dem Wald zieht. Da merke ich plötzlich, wie mir irgendetwas übers Gesicht läuft: Blut. *augenroll* Die Dornenranke hat mich derart erwischt, daß ich anschließend eine halbe Stunde lang immer wieder beschäftigt bin, mir das Blut aus dem Gesicht zu wischen. Zu Halloween wäre das bestimmt sehr passend gewesen... Das erste Verarzten und Überprüfen via Handy (ich bin endlich mal froh über das Drehenkönnen der Kamera) ist problemlos, weil das Schwarztier mit fasziniertem Gucken beschäftigt ist und wie eine Eins steht. *grins* 

 

Nachdem ich merke, daß Willi sich heute ohne Hufschuhe doch schwerer tut als gedacht, bummeln wir zurück gen Stall und bestaunen dabei immer wieder die durch die Sonnen durchbrochenen Nebelschwaden. Traumhaft! 

Ausblicke Richtung Schwarzwald.
Ausblicke Richtung Schwarzwald.
Das Mörchen bei der Hufpflege.
Das Mörchen bei der Hufpflege.

08.12.2023

 

Am Nachmittag kommt Hannes zur Hufpflege. Zunächst trinken wir mal gemütlich heißen Tee und futtern Donuts. Unachtsamerweise lasse ich die gebrauchten zwei Teebeutel zwischen uns auf der Heukiste liegen und *schwupp* sind diese im Maul vom Schwarzen verschwunden. Ich fordere ihn zwar energisch auf, die wieder auszuspucken, aber vergeblich: Willi kaut genüßlich darauf herum und schluckt. *augenroll* Na, toll! Es waren zwar nur zwei Waldbeer-Früchtetee-Teebeutel, aber trotzdem. Hoffen wir mal, daß diese innerhalb von 48 Stunden einigermaßen verdaut ausgeschieden werden. 

 

Dann gehts an die Arbeit. Die Hufe sind bei beiden Jungs in Ordnung. Die Sohle ist jahreszeitlich bedingt etwas dünner, was aber lt. Hannes kein Problem darstellt. 

Im Gelände zum Kopflüften.
Im Gelände zum Kopflüften.

09.12.2023

 

Zum Frühstück gibts heute für beide Rösser Mash - für Willi rein vorsorglich zur Anregung der Verdauung von zwei Teebeuteln. Beim morgendlichen Abmisten kann Claudia jedenfalls noch nichts finden. 

 

In Begleitung von Claudia auf Amor gehen Willi und ich dann eine starke Stunde ins Gelände. Wir traben und galoppieren einige Male. Nach 2/3 der Strecke steige ich ab und führe den Schwarzen nach Hause - mein rechtes Bein macht mir seit gestern wieder etwas mehr Probleme. Nach knapp 6,5 km kommen wieder am Stall an. Die Jungs haben ordentlich geschwitzt, hat es doch heute schon wieder 8°. 

Willi und Gerret.
Willi und Gerret.

10.12.2023

 

Am Vormittag gehen wir mit Annika und Helena auf Amor eine Dreiviertelstunde spazieren. Da es ziemlich windig und damit im Wald nicht ungefährlich ist, gehen wir heute mal wieder in die andere Richtung mehr zwischen den Feldern entlang. 

 

Anschließend macht Helena mit Amor im Paddock noch ein wenig Bodenarbeit: Antreten, Anhalten und Rückwärtsrichten klappt ganz toll auf Körpersprache. :-) 

Willi schnarcht... ;-)
Willi schnarcht... ;-)
Ausnahmsweise ist mal kurz blauer Himmel zu sehen.
Ausnahmsweise ist mal kurz blauer Himmel zu sehen.

11.12.2023

 

Am Vormittag schwinge ich mich in den Sattel vom Schwarzen, habe aber schon beim Putzen gemerkt, daß mir irgendetwas im Magen nicht bekommt. Das bewahrheitet sich spätestens nach der ersten Trabeinheit. Wir galöppeln noch einmal auf jeder Hand, dann lasse ich Willi erst einmal am hingegebenen Zügel bummeln. 

 

Nachdem sich mein Magen auch nach der zweiten Trabeinheit einfach flau anfühlt, steige ich ab und führe das Schwarztier nach Hause. Unterwegs machen wir natürlich noch kurz Halt für einen Gras-Snack. 

Hallo da!
Hallo da!

12.12.2023

 

Der Morgen ist noch trocken, so daß wir nochmals unsere Wasservorräte auffüllen - derzeit hat der Hydrant irgendwie nicht wirklich viel Wasserdruck, so daß die Fließgeschwindigkeit sehr zu wünschen übrig läßt und dementsprechend lange braucht. 

 

Egal, das läßt etwas Zeit, um mit den Pferden einfach mal so zu sein. 

Bei Regenwetter sind wir am liebsten im Stall.
Bei Regenwetter sind wir am liebsten im Stall.

13.12.2023

 

Am Nachmittag treffe ich mich wieder mit Annika und ihrer Tochter. Die 9-j. macht mit Amor kurz vor Einbruch der Dunkelheit noch etwas Bodenarbeit im Paddock. Ich bin total stolz, mit welcher Souveränität der Senior alles mitmacht und sehr artig auf jede noch so kleinste Anweisung achtet. Helena macht das für ein so junges Kind aber auch wirklich schon sehr, sehr gut. Ihr Umgang mit den Pferden ist prima - man merkt die durch den Hippolini-Verband gefestigte Pädagogik, die Helena bislang durchlaufen hat. Ich kann diese Art von Schulung von Kindern an Pferden wirklich wärmstens empfehlen: www.hippolini-institut.de

Ungewohnte Aussicht: auf Amor.
Ungewohnte Aussicht: auf Amor.

14.12.2023

 

Am Vormittag begleite ich auf dem Mörchen Annika und Willi für 1,5 Stunden ins Gelände. Davon sitze ich allerdings tatsächlich nur zweimal jeweils ca. 10 Minuten im Sattel vom Mörchen und führe ihn ansonsten. Unterwegs wechseln wir auch einmal kurz die Pferde, damit Annika auch den Senior, für den sie im Gegensatz zu mir nicht zu schwer ist, einmal testen kann. In Schritt, Trab und auch Galopp sind wir so bei weitgehend trockenem Wetter unterwegs. Nur auf den letzten zehn Minuten erwischt uns dann doch ein recht heftiger Regenguß. 

 

Unterwegs frage ich auf Amor auch mal Schenkelweichen und die Seitengänge, sowie Vor- und Hinterhandwendung ab: toll, wir locker-flockig das alles auf meinem immerhin 29-jährigen Haferschlinger noch klappt. ❤️

Willi schnarcht.
Willi schnarcht.

15.12.2023

 

Willi legt sich nun auch tagsüber hin und wieder einmal auf dem Softbett ab. Und schnarcht... :-) 

 

Am Nachmittag gehen Gerret mit Amor und ich auf einem filzbesattelten Willi eine kurze Runde ins Gelände. Während wir unsere Standard-Winterrunde entlang bummeln, frage ich immer mal wieder die Seitengänge ab. Gerret bestätigt mir derweil, ob mein Gefühl, wann wir uns auf drei oder sogar - im Travers - auf vier Hufschlägen befinden, richtig ist. Das klappt sogar einhändig. 

 

Schon auf dem Heimweg joggt Gerret mit Amor voraus. Ich habe den Schwarzen gerade in einer sehr soften Anlehnung und schöner Aufrichtung und trabe kurz hinterher. Das war ein wunderbarer Schritt-Trab-Schritt-Übergang, ohne Herausheben! *freu* Ich bin richtig happy! Das zeigt mir doch, daß wir trotz des dressurmäßig eigentlich eher rückschrittigen Jahres 2023 doch wieder an das bereits erarbeitete Level anknüpfen können. 

16.12.2023

 

Am Vormittag unternimmt Gerret in Begleitung von Claudia, die Amor als Handpferd mitnimmt, eine knapp zweistündige Ausfahrt mit der Kutsche. 

Mal wieder befüllte Bigboxen.
Mal wieder befüllte Bigboxen.

17.12.2023

 

Am Vormittag richten wir alles für unsere Stall-Weihnacht, stellen Bierbänke in die Box und schmücken alles weihnachtlich. Die Pferde werden deshalb heute von dort ausquartiert und bekommen mal wieder Heu in den Bigboxen abgeboten. Sie verbringen deshalb einen Großteil des Tages auf dem Viereck am Ende des Trailwegs, zumal auch wunderbar die Sonne scheint. Als Willi mal wieder zum Stall kommt und in seine Box schaut, ist er auch zunächst ziemlich überrascht, was da alles plötzlich drin steht. 

 

Ab 15 Uhr gibt es Glühwein, Kaffee, Tee und Kuchen, später dann heiße Wienerle mit Brötchen und Senf. Wir sitzen gemütlich mit Hannah, Sarah, Claudia, Daniel, Skadi, Annika, Konradin und Simone zusammen und freuen uns immer, wenn die Pferde mal vorbei- und in die Box hineinschauen. ❤️

Sonnenaufgang.
Sonnenaufgang.

18.12.2023

 

Am Vormittag werden beide Jungs geimpft: Tetanus und Influenza. 

 

Nach Rücksprache mit dem Tierarzt schenke ich mir dieses Jahr das normalerweise jährlich-obligatorische Blutbild, weil die Werte die letzten Jahre immer weitgehend ohne Befund waren und die Jungs aktuell ohnehin klinisch unauffällig sind. 

 

Deshalb ist dann auch heute weitgehend Pause angesagt. 

 

Sarah geht am Abend mit Amor eine Stunde spazieren. 

Da wurde kräftig ausgeforstet.
Da wurde kräftig ausgeforstet.
Das Schwarztier.
Das Schwarztier.

19.12.2023

 

Am Vormittag nutze ich das noch schöne Wetterchen und schwinge mich in den Sattel vom Schwarzen. Auf dem Weg zum Wald weht ein schneidiges Lüftchen, so daß ich froh bin, als wir zwischen den Bäumen etwas geschützter sind. Ich trage zwischenzeitlich immerhin bereits meine Winterjacke und meine Winter-Reitstiefel. 

 

Willi ist anfangs etwas bummelig, wacht dann aber auf und wird spritzig. Sogar so spritzig, daß er von selbst an einem Abhang aufwärts Galopp mit richtig viel Gas anbietet und anschließend freudig quietscht, als ich ob des vielen Vorwärts halbe Tritte abfrage. *lach* Auch frage ich immer wieder mal die Seitengänge einhändig geritten ab - das offenbart doch sehr gut, wo die Baustellen liegen. 

 

Wir halten uns heute mal wieder in Richtung des Waldgebiets, das zuletzt oftmals wegen der Baumfällarbeiten gesperrt war. Zwischenzeitlich ist es wieder freigegeben. Da wurde kräftig zu- bzw. Holz geschlagen. Alle 20 m wurden neue Rückewege angelegt - auf denen die schweren Maschinen deutliche Spuren hinterlassen haben... :-( Durch die so entstandene Bodenverdichtung, die sich bis in tiefste Schichten ausprägt, ist das Bodenleben futsch. 

 

Ja, wir wollen alle Holzmöbel kaufen oder uns mit weichem Papierchen den Allerwertesten wischen - um es mal deutlich zu sagen. Wir sollten nur nie vergessen, daß das auch heutzutage und im Zeitalter des ständig medial thematisierten Klimawandels noch immer vollends auf Kosten der Natur geschieht. Nicht alle Arbeit, die bei solchen Aktionen anfällt, kann unter Einsatz von Pferden geschafft werden. Aber es wäre zumindest ein Anfang im Umdenken, würde man über den Einsatz von Rückepferden im Wald zumindest einmal nachdenken - sofern man den Wald als Natur und Ökosystem begreifen und nicht nur als reine Baumplantage sehen möchte. 

 

Und mal ganz davon abgesehen, daß es immer so schön heißt, die Pferde machen mit ihren Hufen den Waldboden kaputt... 

Buch von HRH Princess Anne.
Buch von HRH Princess Anne.

20.12.2023

 

Außergewöhnlich: in der letzten Nacht hat sich Willi einmal auf seiner linken Seite abgelegt. Ich habe ihn bislang, sowohl tagsüber, als auch nachts, nur immer auf seiner rechten Seite (egal ob komplett oder nur halbwegs abgelegt) liegen sehen. 

 

Heute Nachmittag nehme ich endlich einmal das 1991 erschienene Buch von HRH Princess Anne (s. www.wikipedia.org/wiki/Anne,_Princess_Royal) "Riding through my life" zur Hand und fange an zu lesen. Auf Englisch - was aber kein großes Problem ist. Wenngleich ich nicht auf Anhieb alle Wörter verstehe, ergibt sich alles aus dem Zusammenhang. Schon das erste Kapitel nimmt mich einmal mehr für sie ein: "Beginnings: Never the pony's fault".

 

"There was always information and advice available, whether it was my mother or the groom who used to come with us. We were very lucky because there was always someone to answer questions - for example, about how tight the girth should be, or about what ponies should eat. Perhaps the most important thing that was drummed into us was that whatever went wrong it was never the ponies' fault."

 

Wie wahr!

 

Am Abend mache ich zunächst mit Willi, anschließend mit Amor im Paddock Handarbeit. Obwohl Gerret mit dem Wasserschlauch und dem Schlauchwagen am Rande herumhantiert, arbeiten beide sehr konzentriert mit. Ich frage bei beiden folgende Lektionen ab: Übertreten, Schulterherein auf dem Zirkel, Spanischer Schritt, Renversvolte, halbe Tritte. Beim Übertreten bleibe ich heute mit meinem jeweils inneren Fußballen auf einer Stelle stehen, was vor allem Willi etwas mehr fordert, weil der ja einen recht großen Wendekreis hat. Aber auch er ist mittlerweile so geschmeidig, daß ihm das keine Probleme bereitet. Ansonsten macht es einfach nur Spaß, mit beiden spielerisch diese Lektionen zu absolvieren und ich freue mich daran, wie "im Flow" beide das zeigen. 

Guten Morgen!
Guten Morgen!

21.12.2023

 

Seit letzter Nacht zieht Sturmtief Zoltan über uns hinweg. Es regnet zwar nicht so viel wie angekündigt, aber die Sturmböen mit bis zu 80 km/h sind auch bei uns angekommen. Ich prüfe daher nochmals explizit die Sturmsicherung der Häuschen über den Bigboxen auf der Kuppe, die dem meisten Wind ausgesetzt sind. Das dort noch immer vorhandene Heu wird nur sporadisch von den Pferden angegangen. Schade. Ich hatte erwartet, daß sie das wieder zu etwas mehr Bewegung in Form von Wanderungen über den Trailweg anregt. Aber bei solchem Wetter ist es im Stall mit quasi "Frühstück ans Bett" halt einfach viiiiel bequemer. ;-) 

 

Am Vormittag haben Annika und ich Glück und erwischen eine Regenpause. Für einen gemeinsamen Ausritt ist es im Wald bei dem Sturm einfach zu gefährlich. Also bleiben wir im Paddock. Ich gebe Annika zunächst bei der Freiarbeit mit Willi, dann bei der Bodenarbeit mit dem Mörchen Hilfestellung. 

Guten Morgen!
Guten Morgen!
Es hat geschmeckt! ;-)
Es hat geschmeckt! ;-)

23.12.2023

 

Sturmtief Zoltan tobt weiter. Nach wie vor ohne für einen Sturm nennenswerte Niederschlagsmengen, aber mit starkem Wind. Und bei mehr als 40 km/h ist es einfach viel zu gefährlich, auszureiten oder die Kutsche anzuspannen, da wir in jede Richtung mehr oder weniger immer durch den Wald müssen. 

 

Claudia macht mit Willi am Abend eine halbe Stunde Freiarbeit. 

Die Weihnachtsponys! :-)
Die Weihnachtsponys! :-)

24.12.2023

 

Wir haben richtiges Weihnachtswetter: 10° und Sturmböen mit bis zu 80 km/h...

 

Am Vormittag bekommen wir das letzte Mal für dieses Jahr Heu geliefert. 

 

Annika unternimmt mit Helena auf Nikolaus-Pony Amor einen halbstündigen Spaziergang. 

 

Wir wünschen Euch allen fröhliche Weihnachten! 

 

Abends gibts für die Rösser dann eine kulinarische Bescherung: Mash, Äpfel, Möhren (für Amor extra geraspelt) und Bananen. Das kommt extrem gut bei beiden an. Willi mag seinen Eimer gar nicht mehr hergeben und schleckt ihn mehr als gründlich aus. ;-) 

Endlich mal wieder unterwegs!
Endlich mal wieder unterwegs!

25.12.2023

 

Am Vormittag lassen die Nachwehen des Sturmtiefs etwas nach, weshalb wir - eigentlich recht ungeplant - zu einem 1,5-stündigen Ausflug in den Wald starten. Dort wiegen sich die Bäume noch immer deutlich hin und her, weshalb wir ständig mit Blick nach vorne/oben unterwegs sind. Aber: endlich mal wieder draußen! 

 

Ich sitze mit meiner Stallhose auf einem barhufigen Schwarztier. Da Gerret zwischendurch mit dem Mörchen gerne mal voraus joggt, lasse ich Willi auch aus dem Schritt mal angaloppieren: dazu ist er sofort bereit. Cool! So eine Reaktivität wäre vor ein, zwei Jahren noch nicht möglich gewesen. :-) 

Die jährliche Wurmkur.
Die jährliche Wurmkur.

26.12.2023

 

Eigentlich wollten wir heute mal wieder die Kutsche anspannen, aber es ist leider doch wieder arg windig. Also brechen wir am Vormittag nur zu einem stark halbstündigen Spaziergang auf, während dem die Jungs öfters einmal Gras naschen dürfen. 

 

Wieder am Stall gibts dann die auf Dezember/Januar terminierte Wurmkur, welche ich neben der selektiven Entwurmung (bei der wir so gut wie nie entwurmen müssen) einmal jährlich gebe. Begeistert sind die Rösser nicht, schlucken die Paste aber artig. 

 

Nachdem der Wind am Abend dann wieder nachgelassen hat, mache ich mit beiden noch ein wenig Handarbeit im Paddock - wofür haben wir schließlich die Solaranlage auf dem Dach? ;-) 

 

Das Mörchen ist motiviert und macht begeistert mit. Neben Übertreten frage ich im mehrmaligen Wechsel Schulterherein und Renvers auf dem Zirkel ab, bei dem er sich immer wieder sehr flüssig umstellt. Toll! 

 

Der Schwarze tut sich mit dieser Übung heute ziemlich schwer, vor allem linke Hand. Da hakt es heute deutlich. Ich versuche es mit alternativen Übungen, indem ich Konterschulterherein rechts abfrage, aber aufgrund des kleinen Zirkels und Willis Länge hilft das nur bedingt. Naja, beim nächsten Mal.

Guten Morgen!
Guten Morgen!

27.12.2023

 

Endlich ist der Sturm abgeklungen. Am späten Vormittag starten wir zu einer knapp 2,5-stündigen Kutschtour, auf die uns der Senior als Handpferd begleitet. Auf den knapp 11 km passiert so einiges.

 

Gleich zu Anfang zeigt sich, daß Willis rechter vorderer Hufschuh nicht so wirklich halten mag. Er dreht sich dauernd und rutscht irgendwann vom Huf. Oh, Mann! Während der ganzen Ausfahrt bin ich viermal damit beschäftigt, den Hufschuh wieder anzuziehen. Nach dem letzten Mal verdreht sich dann plötzlich auch noch der linke, so daß wir beschließen, beide abzunehmen, zumal wir ohnehin schon auf dem Heimweg sind und es nur noch bergab geht. 

 

Zwischendurch genießen wir dafür wunderschöne Ausblicke in die Landschaft und zur noch etwas nebenverhangenen Sonne. 🤩

 

Als wir am Thomashof unsere obligatorische Strecke in Richtung Wald fahren, erschrickt sich der Schwarze plötzlich heftig und mach sogar einen deutlichen Satz nach links: da stehen plötzlich riesig-große Schafe rechts von uns auf einer Wiese, die sonst leer ist, und spielen miteinander. Willi hebt in Alarmbereitschaft den Kopf und schnaubt. Ich springe gleich vom Kutschbock, gehe ruhig mit Amor zu ihm nach vorne, lasse ihn den Kopf senken, rede beruhigend auf ihn ein und ermuntere ihn, daß wir weiter gehen. Dann ist auch alles schon wieder in Ordnung, und wir können weiter fahren. 

 

Trotzdem war die Ausfahrt prima und sehr schön.

 

Nur das Thema "Hufschuhe" finde ich mal wieder richtig ätzend. Irgendwie scheint es bei einer Sorte Hufschuhe in der Fabrikation doch Unterschiede zu geben. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß die noch relativ neuen Hufschuhe einer Marke, die wir seit gut einem Jahr ohne Probleme in Gebrauch haben, plötzlich anfangen zu drehen und wir sie fast verlieren. :-( 

 

Annika geht am Abend mit Helena im Sattel von Amor eine Dreiviertelstunde spazieren. 

28.12.2023

 

Claudia arbeitet am Vormittag mit beiden Pferden auf den Balance-Pads und schickt mir eine tolle Sequenz hieraus, auf der sehr gut zu sehen ist, wie sich Willi selbständig vollkommen entspannt auf den Pads hin- und herwiegt. Toll! Genau das soll der Effekt der Balance-Pads sein: entspannte Körpererfahrung. Dem Pferd wird ermöglicht, in sich hinein zu spüren und seinen Körper zu erfühlen. Und letzten Endes können so auch Verspannungen gelöst werden. Dabei ist es wichtig, daß das Pferd begreift, daß es hier nichts muß, sondern es nur ein Angebot ist. Forciert man diese Art der Körperarbeit mit Belohnung, kann der gewünschte Effekt quasi verpuffen, weil sich das Pferd nicht wirklich loslassen kann und auf die Belohnung wartet. Deshalb braucht es u. U. auch einige Zeit, bis das Pferd begreift, wie es auf den Balance-Pads selbständig Erfahrungen sammeln kann. Zunächst bietet man den Pferden ein Pad an, probiert es an verschiedenen Beinen, kann dann auch zwei, drei oder alle vier nutzen. Das Pferd ist immer Herr der Lage und kann selbst bestimmen, wann es genug ist. Dann kann es irgendwann einmal so entspannen, wie Willi es hier zeigt. Zum Schutz der Balance-Pads legen wir kleine Handtücher über. 

29.12.2023

 

Da das Wetter heute zwar noch etwas windig, aber weitgehend trocken ist, gehe ich am Nachmittag mit Willi 1,5 Stunden ins Gelände. Soooooifzt: die Hufschuhe... *augenroll* Ich habe dem Schwarzen das Notfall-Paar angezogen, das zwar im Trab passabel hält, nicht aber im Galopp. Also sind wir nach der ersten Galoppstrecke und anschließendem Richten nur noch im Schritt bzw. Trab unterwegs. 

 

Ich bin weiterhin dran, die Hilfengebung für die einhändig gerittenen Seitengänge zu verfeinern und bin happy, daß das Schwarztier und ich uns immer besser aufeinander abstimmen können. Heute gehe ich deshalb dann auch mal wieder dazu über, die Hilfen zum Antraben, zum sich Aufnehmen (nicht nur vorwärts zu walzen) und zum Durchparieren zum Schritt nur aus dem Sitz heraus (also ohne Stimme oder Schenkeleinsatz und natürlich never ever durch irgendwelchen am Zügeleinsatz außer zur Rahmenerweiterung) zu geben. Hierzu öffne ich zum Antraben meinen Sitz nach vorne etwas, indem ich die Hüfte öffne, richte mich zum Aufnehmen etwas vermehrt im Oberkörper auf und schließe meinen Sitz zum Durchparieren. Das ist alles noch etwas ausbaufähig, aber Willi reagiert - wenngleich er es ein wenig doof findet, daß wir dieses Stop and Go ausgerechnet auf dem Heimweg üben, wo man doch am besten zügig unterwegs ist. *grins* 

 

Am Abend geht Annika mit Amor eine Stunde spazieren. 

Der große Willi - oder doch nicht...??? 😂

Fast wie im Zweispänner.
Fast wie im Zweispänner.

30.12.2023

 

Auch heute bleibt es weitgehend trocken, und da am Nachmittag die Sonne einmal zwischen den Wolken hervorbricht, beschließen wir, den Schwarzen für unsere Jahresabschluß-Kutschfahrt anzuspannen. Natürlich begleitet uns das Mörchen auf der 1,5-stündigen Ausfahrt über 8 km. 

 

Ich habe die Hufschuhe zu Hause trocknen lassen. Sie halten besser, wenngleich sich der rechte leider nochmals etwas dreht. Mal schauen, wie sich das im nächsten Jahr entwickelt. Ich werde mich mal wieder nach Alternativen (die es kaum gibt... *grmpf*) umsehen. 

 

Der Senior läuft wie immer sehr munter mit. Wir sind zwischenzeitlich so eingespielt, daß ich ihn über Stimmkommandos nach vorne schicken, aber auch wieder zurückholen kann. Manchmal sieht das schon fast nach einem Zweispänner aus. ;-) 

 

Willi zieht die Kutsche zwischenzeitlich zuverlässig im Schritt mit 5 km/h. Das ist ein tolles Trainings-Ergebnis für das Jahr 2023. 

Der Sonne entgegen schauen wir nach 2024!
Der Sonne entgegen schauen wir nach 2024!
Volle Solar-Power!
Volle Solar-Power!

31.12.2023

 

Der letzte Tage des Jahres beginnt gemütlich am Stall. Nach der Stallarbeit gibts erst einmal Frühstück. :-) Dann tauschen wir noch drei verrottete Holzpfosten aus und schlagen die Metallpfosten dafür ein. Dabei werden wir intensiv von Finchen von ihrem Beobachtungsposten auf dem Dach aus beobachtet. 

 

Die Jungs haben heute ihre wohlverdiente Pause. Pünktlich um 11 Uhr fängt es dann auch an zu regnen. 

 

Die Erweiterung der Solarpanells um zwei weitere hat sich gelohnt: wir hatten trotz Einsatz morgens und abends immer eine nahezu volle Solar-Batterie. Prima!

So verabschieden wir uns vom Jahr 2023. 

 

Es war dressurmäßig nicht das, was ich mir erhofft hatte. Willi hat durch fehlendes Training hier durchaus etwas an seiner Elastizität verloren. Aber bereits jetzt zum Jahresende hin zeigt sich, daß wir problemlos anknüpfen können. Dafür haben wir vor allem durch Einsatz der Kutsche einiges an Kondition und weiteren Muskeln aufbauen können. Und unsere Touren durch den Pfälzer Wald und die unternommenen Tagesritte in fremden Gelände haben natürlich ebenso dafür entschädigt. 'You can't always get what you want' singen ja - noch immer - die Rolling Stones. ;-) 

 

Besonders freue ich mich immer wieder über das Mörchen, das nunmehr bald sein 30. Lebensjahr vollendet. Amor ist noch immer fit, will mitmachen und ist motiviert bei der Sache. Ihm tut vor allem das Begleiten der Kutsche als Handpferd gut, wobei er sich frei und ungezwungen ohne reiterliches Gewicht bewegen kann. Durch die Kolik sind keine Komplikationen zurück geblieben und wir schauen zuversichtlich nach vorne, daß er noch viele Jahre bei uns ist. 

 

Auch Paula und Fine sind nun schon neun Jahre alt. 

 

Summa summarum war es also trotz fehlendem Dressurgereit, Amors Kolik und meinem Bandscheibenvorfall ein gutes Jahr. Und deshalb schließe ich dieses gerne mit einem Kalenderspruch ab, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist: 

 

Zufrieden zu sein mit dem was man hat

ist die Grundlage für ein glückliches und gesundes Leben. 

Tschüß 2023!
Tschüß 2023!