Kurti - Halloween 2017
Kurti - Halloween 2017

01.11.2019

 

In Gedanken war ich die letzten Tage immer mal wieder bei Kurti, weil ich rund um Halloween immer an unsere Fotosession im Oktober 2017 denken muß. Und wie so oft frage ich mich auch, wie es heute wäre, wenn er noch bei uns sein könnte. 

Mein Plüsch-Haflinger
Mein Plüsch-Haflinger

Ansonsten bin ich leider ziemlich vergrippt und liege seit gestern flach. Da kommt der ruhige Feiertag heute gerade recht. 

 

Am Nachmittag raffe ich mich dann mal vom Sofa auf und gehe mit Gerret zum Stall. Nach der - im Gegensatz zu morgens am Nachmittag immer ziemlich überschaubaren - Stallarbeit kruschteln wir noch ein wenig herum und nehmen Amor und Willi dann noch mit auf einen halbstündigen Spaziergang zum Waldrand. Dort dürfen die beiden auch nochmals grasen. 

 

Amor sieht derzeit richtig gut aus. Selbst bei Regen sind seine Rippen im Fell nicht zu sehen, und auch wenn ich mit der Hand an der Seite entlangstreiche, kann ich sie nicht gleich ertasten. Ich hoffe, das liegt nicht nur an seinem zwischenzeitlich schon äußerst plüschigem Fell. Weder Willi, noch Joe haben schon so einen Pelz.

02.11.2019

 

Leider bin ich auch heute zu nicht mehr als einem kleinen Spaziergang mit den Jungs fähig, zumal sich nun zu Kopf- und Halsschmerzen mit argem Husten auch noch leichte Fieberschübe gesellen. %-/ Aber: den Jungs gehts gut, die können ja im Paddock und auf dem Trailweg hin- und herlaufen und schauen so oder so sehr zufrieden aus der Wäsche. ;-) 

Gemeinsam an der Rundraufe
Gemeinsam an der Rundraufe

03.11.2019

 

Ok, ich gebs nicht gerne zu, aber ich glaub, ich hab  Männergrippe... *schniiiiefff* *hust* *schnupf* 

 

Deshalb bringe ich die Stallarbeit, die ich heute Morgen alleine erledigen muß, schnell hinter mich und verkrieche mich wieder ins Bettchen. 

 

Trotzdem hat der Morgen wirklich schöne Momente für mich parat: beim Misten kommt Willi zu mir her, bleibt neben mir stehen, stupst  meine Hand an und senkt dann den Kopf, damit ich ihn hinter den Ohren kraulen kann. 😍 Außerdem bin ich mal wieder total stolz und glücklich über unsere tolle, total gechillte kleine Herde. Es kommt zwischenzeitlich immer öfter vor, daß alle drei nun auch gemeinsam aus der Rundraufe fressen. Zwar muß Amor grundsätzlich immer seinen zunächst belegten Platz für Joe räumen, kann dann aber an der neu zugewiesenen Stelle gemütlich fressen. Ich glaube, einen Großteil dieser Ruhe macht vor allem Willi mit seiner total friedlichen Art als Herdenchef aus: kulant, aber konsequent. 

 

Amor wird am Nachmittag von Anne eine halbe Stunde lang longiert und trägt dabei auch die Körperbänder. Sonderlich begeistert war er wohl ob des Umstands, daß er über sein heißgeliebtes Gras traben soll, nicht. ;-) Auch Anne stellt fest, daß bei Amor derzeit keine Rippen mehr zu fühlen sind. Das sind für den Senior gute Voraussetzungen für den Winter. 

Die Damen im Outdoor-Bereich
Die Damen im Outdoor-Bereich

05.11.2019

 

Am morgen steht Amor erwartungsvoll am Zaun. Auf der Weide. Ich lasse ihn auf den Paddock und wundere mich, wie er wohl da reingekommen ist, denn der Zaun ist intakt. Als ich vor dem Stall ein Rosenblatt liegen sehe, dämmert es mir: er war im Gärtchen, hat dort schön den Rasen gemäht und dabei ziemlich zertrampelt und ist dann von dort aus weiter durchs Törchen auf die Weide... Leider hat eine Reitbeteiligung gestern Abend vergessen, das Gartentörchen richtig zu schließen. Außerdem sieht er aus wie eine Wilds**. *mrpf* Das bleibt erst mal so, denn meine Erkältung hat mich noch immer so im Griff, daß mehr als Abmisten, Füttern und ein wenig Fegen nicht drin sind. 

 

Am Nachmittag entscheide ich dann ob des schönen trockenen Wetters mit jedem Roß nacheinander einen Spaziergang zu machen: 10 Minuten bis zum Waldrand, 10 Minuten Grasen, 10 Minuten wieder zurück. Gaaaanz gemütlich. Dabei kommt mir allerdings der Gedanke, ob ich nicht vielleicht auch mal auf Joes Hustenkräuter zurückgreifen sollte. Ich huste schön ab, hab danach aber wieder Kopfweh vom vielen Husten. *soifzt* 

Wie immer am Waldrand... ;-)
Wie immer am Waldrand... ;-)

06.11.2019

 

Während Sarah Amor auf der Reitwiese eine halbe Stunde lang longiert, gehen Gerret und Willi mit mir im Schlepptau eine knappe Stunde spazieren. Ich muß meine beiden Männer immer wieder bitten, mal langsam zu machen - mit meiner Erkältung keuche ich beiden mehr oder weniger nur hinterher. 

 

Gerret behandelt Willis Hufe heute auch nochmals. Soweit ich das überblicke, sehen die Strahlfurchen sehr gut aus, es gibt keinen Schmodder. Und die Risse in der jeweiligen vorderen Hufspitze sind auch nicht länger geworden. Ich bin gespannt, was unser Hufpfleger demnächst dazu sagt. 

08.11.2019

 

Am Nachmittag kommt Hannes zur Hufpflege. Amor hat wieder etwas vermehrt Strahlmilchtaschen, aber nicht gravierend. Willis Risse in an der Hufspitze an beiden Vorderhufen gehen richtig durch die Wand. Das hatte ich ja schon vermutet und das sehen wir nun deutlich, als Hannes die Stellen nach der grundlegenden Bearbeitung etwas auskerbt. Seiner Meinung nach ist aber aber zunächst mal nicht gleich alarmierend. Ich werde die Stellen trotzdem regelmäßig sauber halten und behandeln, so daß sich keine Fäulnis festsetzen kann. Ansonsten sehen seine Hufe und insbesondere jeder Strahl total gut aus. Da er an den Wandinnenseiten der beiden Vorderhufe immer noch eine leichte Beule nach innen hat, spreche ich mit Hannes ab, daß ich diese Stellen ab sofort einmal wöchentlich selbst ein wenig nachrasple. Aufgrund Willis breiter Brust werden wir diese Fehlstellung seiner Vorderhufe nie ganz in den Griff bekommen, aber hoffentlich peu à peu ein wenig verbessern.

 

Am Abend gehts dann für Amor, Willi und Joe auf nach Weingarten zum Quellberghof. Wir bringen zuerst Willi und Joe hin und holen Amor nach. Alle drei steigen mustergültig in den Hänger und beziehen in Weingarten ihre Boxen. Willi steht nicht neben den anderen beiden, was gut so ist, denn er bleibt ja bis Sonntag und bekommt so nicht unbedingt mit, wenn Amor und Joe am Samstag Abend wieder abreisen. Das findet er zunächst etwas oll, beruhigt sich aber schnell. 

Amor und Joe in Weingarten auf dem Quellberghof
Amor und Joe in Weingarten auf dem Quellberghof

09.11.2019

 

Heute nehmen Sarah mit Amor und Laura mit Joe an Petra Schöners Kurs "Schöner longieren - Kombikurs: gymnastisches Longieren kombiniert mit Dualgassen – Koordinations-, Konzentrations- und Beweglichkeitstraining" teil. Nach einer theoretischen Einführung am Morgen gehts in Zweiergruppen in die Reithalle, wo auf den Zirkeln zwei unterschiedliche Parcours aufgebaut sind. Zwischendurch werden diese auch gewechselt. Am Nachmittag steht für jeden eine Einzeleinheit auf dem Plan. 

 

Amor, der alte Hase, kennt das ja zur Genüge und macht es sich den ganzen Tag ein wenig gemütlich, indem er äußerst gemächlich, wenngleich auch sehr brav vor sich hinbummelt. ;-) Aber so hat Sarah auch Zeit, sich zu koordinieren. Sie bekommen das jedenfalls sehr gut gemanagt. 

 

Als nach der Mittagspause für die aktiven Teilnehmer nochmals etwas Theorie ansteht, hole ich mir solange mein Schwarztier und longiere diesen auch ein wenig in der Halle durch den einen Parcours. Überrascht stelle ich fest, daß Willi darauf sehr gut reagiert. Nach einigen Runden läßt er sich besser stellen, dehnt sich immer wieder schön vorwärts/abwärts und schnaubt ab. Versuchsweise wechsle ich auf einen größeren Zirkel um den Parcours außen herum und frage den Rechtsgalopp ab. Hierzu warte ich immer, bis Willi völlig losgelassen ist und sich wieder schön dehnt, gebe dann das Galopp-Kommando. Er springt brav an. Für den Linksgalopp mache ich mir nach gleicher Vorbereitung im Parcours eigentlich zunächst keine allzu großen Hoffnungen, aber: Willi springt gleich zweimal völlig problemlos in den Linksgalopp und hält diesen auch fein. :-) :-) :-) Was mich mal wieder gedanklich zu meinen Überlegungen hinsichtlich "Erwartungshaltung & Co." zurückführt. ;-) Ich lobe viel, lasse ihn nach einer kurzen Pause noch etwas übertreten und bringe ihn dann wieder in seine Box. Wie schön! 

 

Am Abend bringen wir Amor und Joe dann wieder nach Hause. 

Willi in seiner Paddockbox auf dem Quellberghof
Willi in seiner Paddockbox auf dem Quellberghof

10.11.2019

 

Heute ist Willi dran. Er läuft unter mir bei Petras Lehrgang "Schöner reiten - Kombikurs: gymnastisches Reiten kombiniert mit Dualgassen – Koordinations-, Konzentrations- und Beweglichkeitstraining" mit. Ich erhoffe mir durch die Arbeit in den Dualgassen etwas Input hinsichtlich seiner Händigkeit und evtl. wecken ihn die Dualgassen etwas auf, so daß sich auch etwas an seiner Reaktivität arbeiten läßt. 

 

Wir reiten am Vormittag und am Nachmittag jeweils in Zweier-Gruppen à 45 Minuten. Aufgebaut sind jeweils drei Parcours: am Vormittag ein Dreieck aus Dualgassen, eine Stangengasse aus sechs Dualgassen und eine Gasse aus blau-gelben Hütchen, am Nachmittag ein Gitter aus Dualgassen, nochmals die Gasse aus blau-gelben Hütchen und eine versetzte Stangengasse aus sechs Dualgassen, durch die man eine Schlangenlinie reiten kann. Die einzelnen Hindernisse sollen immer mit Handwechseln durchritten werden, im Hindernis bleibt das Pferd gerade, man streicht über oder läßt den Zügel komplett lang und nimmt ihn nach dem Hindernis wieder auf.

 

Durch den ständigen Wechsel linke Hand/rechte Hand, das Geradeaus und die vielen verbindlichen Kreislinien wird gnadenlos offenbart, wie steif Willi auf seiner linken Seite ist - nach rechts mag er sich nämlich wesentlich weniger gerne und willig stellen, geschweige denn überhaupt mal biegen, als nach links zu seiner hohlen Seite. *soifzt* Ich dachte ja, daß wir da schon ein wenig besser dran gearbeitet hätten. Zudem scheint ihm die Arbeit heute nicht wirklich Spaß zu machen. Er ist ein wenig zäh, läßt sich schlecht motivieren und nur mäßig vorwärts schicken, fällt oft im Trab aus - wobei ich zu seiner Ehrenrettung sagen muß, daß ihm minutenlanges Traben in der Bahn so oder so schon nicht liegt und ihn viele Übergänge mehr aufwecken und reaktivieren. Irgendwie erschließt sich ihm der Sinn halt nicht wirklich, was diese Dinger da am Boden denn überhaupt sollen. Witzigerweise sah das gestern an der Longe ja ganz anders aus. Naja, gut, so ist es halt manchmal. 

 

Nach der zweiten Einheit packe ich denn dann auch relativ schnell unsere Sachen ins Auto und fahre schon frühzeitig mit dem Schwarzen nach Hause, komme am Stall sogar noch im Hellen an, so daß ich gemütlich alles aufräumen kann.

 

Anne, die mit dem Mörchen eine Stunde im Gelände war, hilft mir noch, den Pferdeanhänger wieder an seinen Platz zu schieben, dann ist das pferdige Wochenende beendet. 

11.11.2019

 

Beide Jungs haben heute Pause. Ich behandle am Abend nur Willis Hufe und träufle wieder das Keralit-Strahlliquide in Willis Risse. 

*schlotz*
*schlotz*

12.11.2019

 

Das Mörchen geht heute 1,5 Stunden mit Sarah ins Gelände. Und: er mag keine ganze Portion Heucobs fressen. *staun* 

 

Derzeit ist der Heuverbrauch ohnehin relativ niedrig und liegt in 24 Stunden bei rund 32 kg. Ich bin gespannt, wann er wieder "anzieht". 

 

Mit Willi gehe ich schon in der Dämmerung und letztlich im Dunkeln eine halbe Stunde spazieren und lasse ihn unterwegs 10 Minuten grasen. Auf dem Heimweg gehen wir einen längeren Wiesenweg entlang und ich bin happy, daß das ganz problemlos klappt, ich mit meinem Schwarzen auch im Dunkeln einfach so in der Gegend rumlaufen kann. ;-)