Ein etwas winter-struppiger, schlanker (der Blickwinkel machts... 😂) Schwarzer
Ein etwas winter-struppiger, schlanker (der Blickwinkel machts... 😂) Schwarzer

01.03.2019

 

War der Februar ja weitgehend schon sonnig und frühlingshaft warm, beginnt der März mit ekligem Regenwetter. Seit gestern Abend hat der Wind zudem deutlich aufgefrischt. Die Stallarbeit heute Morgen ist dementsprechend eklig. Amor scheint den Großteil der regnerischen Nacht (bis zum Morgen hat es 4 l/qm geregnet) im Stall oder im Weidezelt verbracht zu haben - er ist trocken. Das freut mich - zeigt es doch, daß er als vermeindlich Rangniedrigster trotzdem genügend Rückzugsmöglichkeiten für sich hat. Deshalb verzichte ich trotz windigem Regenwetter erst einmal auf eine Regendecke.

 

Da die Jungs vom aus den im Weidezelt aus Heunetzen angebotenen Heu zuletzt ziemlich viel am Boden haben liegenlassen, bieten wir das Heu dort nunmehr versuchsweise aus dem Heutoy und einem Heubag an. Daraus fressen sie das Rauhfutter wesentlich ordentlicher und wir haben erheblich weniger Verlust - beim zwischenzeitlich um über 40 % angestiegenen Heupreis durchaus sinnvoll.

 

Am späten Nachmittag gehe ich mit Willi eine knappe Stunde spazieren, während der er auch 10 Minuten grasen darf. Es hat tagsüber weitere 7 l/qm geregnet, was aber zwischenzeitlich nachgelassen hat. Willi ist die Ruhe selbst und läuft sehr, sehr brav neben mir her. Er läßt sich auch mal ins Unterholz oder in einer Volte auf beiden Händen über diverse Baumstämme schicken. :-) 

Das Mörchen an der Doppellonge
Das Mörchen an der Doppellonge

02.03.2019

 

Der gestrige Regen hat der Reitwiese etwas zu schaffen gemacht. Ich teste sie für eine halbe Stunde mit Amor an der Doppellonge. Das klappt noch ganz gut, aber ich beschließe gleich, mit Willi anschließend etwas anderes zu machen - für noch nicht so gut ausbalancierte 350 kg mehr taugt der Boden dann doch nicht mehr. 

 

Das Mörchen und ich sind schon wie ein total eingespieltes, altes Ehepaar. ;-) Er weiß genau, was ich auf welche Körperbewegung hin vor habe, ich kann die Stärke bzw. Leichtigkeit der Hilfen ziemlich gut auf ihn abstimmen. Das macht einfach Spaß! So klappen auch Handwechsel im Trab mittels einer nach außen geführten Volte fließend. Zwischendurch nehme ich die Leinen immer mal wieder auf und kurve via Fahren vom Boden aus mit ihm über den Platz. Auch der Galopp klappt gut, obwohl ich Amor heute nicht so gut zum Nachgeben im Genick und Abkauen anregen kann. Treibe ich von hinten sachte nach, muß ich aufpassen, daß er nicht motzig wird. Nun gut, mit bald 25 Jahren hat man eben seine eigenen Vorstellungen vom Pferde-Pilates. ;-) 

 

Anschließend nimmt Gerret Amor auch am Halfter mit, als ich mit Willi noch einen kurzen Spaziergang mit kleinen Bodenarbeitseinheiten aufbreche. Ich lasse das Schwarztier hin und wieder etwas seitwärts weichen. Tja, und dann outet Willi sich selbst: ich frage ein wenig Trab an der Hand ab, und als ich mir nach dreimaliger Wiederholung sicher bin, daß er ruhig bleibt, frage ich mit einem munteren "Galopp!" nach der dritten Gangart. Ohne irgendwelchen Aufwand springt Willi ganz ruhig neben mir in den Galopp und springt drei, vier Sprünge neben mir her. aha! Also kennt er die Stimmhilfe ganz genau und kann dem auch sehr willig nachkommen. Ich muß mal überprüfen, warum ihm das an der Longe trotzdem so schwer fällt.

Mit Willi im Gelände
Mit Willi im Gelände

03.03.2019

 

Es ist ziemlich windig heute. Am Nachmittag gehe ich trotzdem eine starke Stunde mit Willi ins Gelände, denn morgen soll ein noch stärkeres Sturmtief über uns hinwegziehen. Gerret folgt mit Amor eine Viertelstunde später, wir treffen uns nach einer Stunde an der Grünen Hütte im Wald. 

 

Willi ist aufmerksam, aber sehr brav. Mir ist zugegebenermaßen zwar immer noch etwas mulmig zumute, wenn ich alleine mit ihm unterwegs bin, aber ich fühle mich weitestgehend sicher auf ihm. Wir machen brav unsere Hausaufgaben, die uns Desmond aufgegeben hat und ich versuche auch, das in den Trab zu übernehmen, was mir für wenige Tritte gelingt. Hierbei merke ich, daß es endlich bei mir geschnackelt hat, was damit gemeint ist, das Pferd "vor sich" zu haben und ein Pferd von hinten nach vorne zu reiten, diesen Kreislauf der Hilfen zu erspüren, wenn ich hinten treibe und diese Energie dann in den Hängen auffangen kann. Das ist nichts, was einfach zu erklären ist; jeder muß das selbst erspüren. Und da ich reiterlich nun wirklich kein Naturtalent bin, bin ich umso glücklicher, wenn ich endlich einmal selbst etwas fühle, was in so vielen Büchern der Reitliteratur beschrieben ist. :-) 

 

Nachdem wir Gerret und Amor getroffen haben, lasse ich Willi den Zügel ganz lang, wobei ich auch davor natürlich immer wieder die Haltung variiert und ihm oft habe den Zügel aus der Hand kauen lassen. So bummeln wir mit einem Zwischenstopp zum Grasen am Waldrand nach Hause. 

04.03.2019

 

Jahrestag! Heute sind Joe und Laura ein Jahr bei uns. 😃

 

Ab dem späten Vormittag zieht Sturmtief Bennet über uns hinweg. Es stürmt mit Windgeschwindigkeiten von rund 80 km/h und vielen, vielen heftigen Regenschauern, die insgesamt knapp 10 l/qm bringen. Als Gerret und ich am Abend zum Stall kommen, legen wir diverse Gräben im Sand an, damit das Wasser besser ablaufen kann und recheln auch das ganze Laub zusammen. Den Rössern gehts gut, die stehen bei unserer Ankunft gechillt im Wind auf dem Viereck oben auf der Kuppe und zupfen an den Heutonnen herum - eine gute Alternative zu den Netzen, denn darin bleibt das Heu bei Wind und Regen  weitgehend trocken. 

 

Sturm, Regen und Sonne - zwischen den Bildern liegen teilweise nur wenige Minuten: 

05.03.2019

 

Sarah und ich gehen am späten Nachmittag mit den Jungs eine Stunde spazieren. Wir haben Glück und erwischen eine Regenpause. Die Zeit zum Grasenlassen werden wir nun schon langsam steigern.

Herr Kater
Herr Kater

06.03.2019

 

Ich habe abends Stalldienst, der sich etwas zieht, weil ich auch noch das heute für Amor gekaufte Futter in die Tonnen fülle. Trotzdem schaffe ich es noch rechtzeitig, bevor es dunkel wird, Willi 30 Minuten auf der Reitwiese an der Doppellonge zu arbeiten. Wider erwarten ist die Wiese trotz des Regens der letzten beiden Tage ganz annehmbar. 

 

Schon als wir am Stall fahrenderweise in Richtung Wiese laufen, bin ich mal wieder ganz erstaunt, mit welcher Gelassenheit und schon richtiger Routine Willi das macht. Auf der Wiese kringeln wir erst ein wenig umeinander, dann gehts auf den Zirkel. Nach einigen Runden und flüssigen Handwechseln lasse ich das Schwarztier antraben. 

 

Ich bin ja selten mal wirklich stolz auf mich, aber heute ist so ein Moment: Willi träbelt locker-flockig vor sich hin, die Hinterhand aktiv, das Genick ist der höchste Punkt, die Nase leicht vor der Senkrechten. Es ist toll, das Ergebnis meines Gereits der letzten Wochen aus dieser Perspektive zu sehen. Willi möchte sich zwar noch allzu oft allzu gerne mit der Nase in der Wiese rüsselnd strecken, so daß ich immer wieder sachte außen pariere und hinten nachtreibe, so daß die Birne oben bleibt. Aber: toll! Ziemlich erfreut stelle ich auch fest, daß ich endlich, endlich mal ein wenig Gespür dafür entwickelt habe, wie das Zusammenspiel der Hilfen aufeinander abgestimmt funktioniert. Ich versuche noch, Willi auf jeder Hand zumindest einmal kurz angaloppieren zu lassen, wozu wir einige Anläufe benötigen. Mmmh - ich würde nur zu gerne wissen, warum ihm das so schwer fällt. Aber gut, das kommt dann sicherlich auch noch.

 

Zwischendurch schnaufen wir immer ein wenig via Fahren vom Boden aus und wandern über die Wiese und auch auf dem Heimweg klappt das einwandfrei. Demnächst will ich Willi endlich mal wieder das Fahrgeschirr anlegen und ihn einen Reifen ziehen lassen. 

 

Heute Abend auch wieder am Stall: Herr Kater. Also, ich vermute, daß es ein Kater ist. Der treibt sich seit ca. zwei Wochen bei uns am Stall herum, findet das für Paula und Fine bereitstehende Futter sehr lecker, läßt sich nicht vertreiben, allerdings auch nicht anfassen, wobei er nicht wirklich scheu ist. Soweit ich sehen kann, ist er auch nicht tätowiert. 

07.03.2019

 

Heute war die Zeitschrift "Starke Pferde", Ausgabe 1/19 im Briefkasten. Auf den S. 112 und 113 ist mein Bericht nebst Bildern von unserem Holzrücke-Schnupperkurs im Dezember 2018 abgedruckt. :-)

 

Am Nachmittag macht Sarah mit Amor 30 Minuten Handarbeit.

Landwirtschaftliche Geräte zum Zug für Pferde
Landwirtschaftliche Geräte zum Zug für Pferde

09.03.2019

 

Meine Suche nach einer Netzegge, mit der ich und Willi unsere Weiden abschleppen, Maulwurfshügel einebnen und das Gras ein wenig zum Wachstum anregen wollen, führt mich heute zu einer kleinen Maschinen-Börse der IG Zugpferde nach Oberderdingen-Flehingen. Leider gibt es alles, nur keine Netzegge... :-( Aber ich komme in Kontakt mit einigen Fuhrleuten, die gerne Tipps und Tricks weitergeben und so oder so ein sehr nettes und uriges Völkchen sind. Wenn es halt gar nicht anders geht, werde ich mir eben eine neue kaufen. 

 

Ansonsten bin ich dann mittags etwas knatschig. Seit drei Tagen stürmt und regnet es wahlweise jede Stunde. *augenroll* Eigentlich hatte ich vor, mit Willi ein wenig auf die Reitwiese zu gehen, aber nachdem es vormittags weitgehend trocken war, zieht mittags ein weiteres Regengebiet durch. Als ich mich dann eben später zum Stall aufmache, bleibt es natürlich wieder trocken. *mrpf* Also gut. So verbringe ich zwei gemütliche Stunden am Stall mit Stallarbeit, Herumkruschteln, Heutonnen reparieren, Pferde knuddeln und Katzen beobachten. Herr Kater ist nämlich auch wieder da. 

Willi, ich, Anne und Amor
Willi, ich, Anne und Amor

10.03.2019

 

Es stürmt und regnet weiter... 

 

Am Vormittag treffen wir uns das erste Mal wieder mit Anne am Stall. Nach einem Plausch bei warmen Tee putzen wir die Jungs. Vor allem Paula findet das herumfliegende Pferdefell toll zum Spielen.

 

Anschließend gehen wir mit den Pferden bis zum Waldrand spazieren, um sie dort ein wenig Gras fressen zu lassen. Im Wald ist es bei dem Sturm zu gefährlich. Teilweise kämpfen wir gegen den fast schon waagerecht entgegenkommenden Regen an, aber wir sind ja nicht aus Zucker. ;-) 

 

Am Nachmittag ziehen dann mit Sturmtief Eberhard die nächsten starken Sturmböen mit bis zu 95 km/h über uns hinweg. *soifzt* Ich glaube ja so lang, dass all die Stürme, die im letzten Herbst und Winter ausgeblieben sind, nun schnellstens innerhalb von wenigen Tagen nachgeholt werden müssen...

 

Jedenfalls: am Stall ist alles gut, die Pferde tragen es mit Fassung und stehen cool im Paddock, die Kätzchen liegen gerne im Stall in ihren Körbchen.

11.03.2019

 

Gerret und ich haben Glück, als wir am späten Nachmittag mit Amor und Willi eine Runde ins Gelände gehen. Eigentlich wollte ich auf die Reitwiese, aber die ist durch den heutigen Regen doch etwas rutschig. Also reite ich mit Willi voraus, Gerret folgt mit Amor am Strick hinterher. Im Wald angekommen trabe ich mit Willi auch ein Stückchen und lasse ihn dann auch angaloppieren - was mißlingt. Da ich mich selbst dabei aus dem Schritt heraus immer besser koordinieren kann, versuchen wir es aus dieser Gangart heraus. Willi springt brav im Rechtsgalopp an, ich pariere nach einigen Sprüngen durch und lobe. Links gibt er sich dann besonders Mühe: aus dem Kreuzgalopp springt er selbständig hinten um und galoppiert links. Ein Erfolg. :-) Danach bummeln wir neben Gerret und Amor am langen Zügel nach Hause.

Struwwellook
Struwwellook

12.03.2019

 

Das Wetter hat sich beruhigt - allerdings nur für heute. Für die kommende Nacht und die nächsten drei Tage ist wieder Sturm mit Regen angesagt. Da die Reitwiese gut abgetrocknet ist, ich die nächsten Tage ohnehin anderweitig verplant bin und wir am Freitag ja dann auch schon Richtung Essen zur Equitana fahren, krabble ich am späten Nachmittag in Willis Sattel. 

 

Wir zirkeln uns auf der Reitwiese warm, ich achte auf schöne Wendungen in den Ecken und auf dem Zirkel. Das erste Antraben ist seeeehr zäh, das Schwarztier muß erst vorglühen. Also verlege ich mich auf Schritt-Halt- und dann Schritt-Trab-Übergänge. Das macht Willi munterer, so daß er dann endlich schön locker vor sich hinträbelt. Hin und wieder schaffe ich es, daß er sich für einige Tritte selbst trägt. Das funktioniert nur dann gut, wenn ich die Hinterhand gut aktiviert bekomme. Ich habe hin und wieder den Eindruck, daß mein Schenkel nicht so durchkommt. Aber: immerhin. Nach einer Pause am langen Zügel frage ich noch ein wenig Schulterherein aus Volten heraus ab. Als ich nochmals antraben will merke ich, daß dem Schwarzen nun aber die Puste ausgegangen ist. Also belassen wir es dabei. Hat er trotzdem sehr gut gemacht, und ich hatte die ganze Zeit ein gutes Gefühl - waren wir doch alleine unterwegs, was mich manchmal noch etwas verunsichert. 

 

Auch Amor darf sich noch etwas bewegen, er kommt an die Doppellonge. Anfangs haben wir diverse Diskussionen, weil Amor ständig nachfragt, wie das denn nochmals mit dem Gras auf der Wiese war... *mrpf* Munter buckelt es vor sich hin, als ich einige Male mit der Peitsche kommen muß, weil alle Körpersprache oder Stimmkommandos nichts nutzen. ;-) Naja. Irgendwann träbelt er dann vor sich hin, ich muß allerdings aufpassen, daß er losläßt und nicht nur wie ein Brett durch den Zirkel zentrifugiert. Das dauert heute etwas länger, aber letzten Endes kann ich die Einheit mit einem schönen lockeren Trab auf jeder Hand beenden, er gibt nach und dehnt sich ans Gebiß heran. 

14.03.2019

 

Das Wetter ist weiterhin usselig. Am Nachmittag gehen Sarah und ihre Schwester mit Amor und Willi eine halbe Stunde spazieren.

Bei "Standpunkt Pferd": Linda Tellington-Jones
Bei "Standpunkt Pferd": Linda Tellington-Jones

16./17.03.2019

 

Gerret und ich besuchen zwei Tage lang die Equitana in Essen. Zunächst steht ausgiebiges Shopping auf dem Programm. Ich erweitere meine Gerten- und Peitschensammlung um einen edlen lederumflochtenen Reitstock mit Holzknopf und eine Longierpeitsche, die mit 1,60 m Länge und einen auf 2 m gekürzten Schlag speziell für meine Arbeit an der Doppellonge gepaart mit Fahren vom Boden aus ausgerichtet ist. Außerdem bestelle ich mir eine neue Dressurgerte und eine Touchierpeitsche für Willi, die mit 1,90 m recht lang ausfallen muß. 

 

Für Willi finden wir ein Paar neue Hufschuhe, die ein echtes Schnäppchen sind, und eine spezielle Strahlpflegepaste Arti Mud von Red Horse aus England, die uns hoffentlich schnell bei der Bekämpfung seiner noch immer vorhandenen Strahlfäule unterstützt und für den Stall ein neues Haybag. Interessant finde ich eine Furminator-Aplikation zum Herauskämmen des Winterfells im Fellwechsel. Diese "Fellschön" genannte Bürste nimmt nur bereits gelockertes Fell mit ab, wohingegen der Furminator anscheinend Haare mit ausreißt. Das war mir so nicht bewußt und ich bin gespannt, wie die Pferde darauf reagieren. Am Nachmittag des zweiten Messetages schleppen wir auch noch zwei große Eimer mit Pferdeleckerli zum Auto. 

 

Am Samstag Abend besuchen wir die Hop Top-Show und sind begeistert von nahezu allen Programmpunkten. Natürlich war Lorenzo toll mit seiner Freiheitsdressur. Ebenso beeindruckend fand ich aber eine solche mit Comtois-Kaltblütern. Toll war der Auftritt von Tiertrainerin Anne Krüger-Degener, die nicht nur toll reiten, sondern auch Border-Collies ausbilden kann und mit einer kleinen Herde Ziegen auftritt. 

 

Zwischendrin sehen wir an beiden Messetagen viele bekannte Pferdeleute und schauen beim ein oder anderen Programmpunkt zu. Ganz begeistert von ich von Noriker Moses und seiner Reiterin Barbara Stübenrath, die im Rahmen der École de Légèreté-Auftritte zu sehen sind. Ein Kaltblut, das so locker-flockig wie eine Elfe piaffiert, habe ich noch nicht gesehen! Toll!!! Interessant waren auch wieder die Auftritte von Linda Tellington-Jones und Philippe Karl. 

 

Alles in allem: tolles Wochenende. Meine Füße tun weh... Alleine am Samstag sind wir über 17 km gelaufen... 

Endlich: Frühling!!!
Endlich: Frühling!!!

18.03.2019

 

Gott sei Dank haben wir heute noch Urlaub und können den Tag sehr gemächlich angehen lassen. Das Wetter hat nun endlich auch ein Einsehen und zeigt sich frühlingshaft. 

 

Den Jungs und Katzendamen gehts gut, alle sind gesund und munter, als wir am Morgen unsere Messe-Einkäufe mit zum Stall schleppen. 

 

Die Fellschön-Bürste ist prima. Amor genießt das Putzen am Morgen schon einmal freistehend im Paddock und sogar Paula läßt sich damit verwöhnen. 

 

Am Nachmittag gehen Sarah, Laura und ich mit Amor, Joe und Willi knappe zwei Stunden ins Gelände. Wir umreiten eine große dunkle Wolke und bummeln gemütlich mit den Jungs durch den Wald und nehmen nur auf dem Heimweg eine Galoppstrecke hinzu. Willi ist sehr artig und Amor hält super mit. :-) 

19.03.2019

 

Am Abend bespaßen Gerret und ich Amor und Willi mit ein wenig Bodenarbeit auf der Reitwiese. Es steht Reagieren auf Körpersprache auf dem Programm, lockeres Traben und Seitwärtsweichen. 

 

Ich habe nun den Furminator und den Fellschön unmittelbar nacheinander getestet. Daß der Furminator die Haare mehr herausreißen soll, kann ich so nicht wirklich bestätigen. Demnach dürfte ja nach dem Putzen mit dem Furminator kaum noch ein loses Haar vorhanden sein, aber als ich bei beiden Pferden jeweils mit dem Fellschön nachbürste, kommen noch immer viele Haare heraus - eigentlich fast sogar mehr, als beim Furminator. 

 

Fazit: Der Furminator hat die längeren Zinken, von denen ich mir vorstellen kann, daß sie einem Pferd schon unangenehm werden können, obwohl weder Willi, noch Amor diesbezüglich etwas angezeigt haben. Der Fellschön nimmt dafür aber genauso Haare heraus. Bei ihm liegt der Vorteil darin, daß die Haare nicht zwischen den Zinken hängenbleiben und für die weitere Nutzung herausgenommen werden müssen, sondern gleich zu Boden fallen. Preislich geben sich die beiden nichts: der Furminator kostet mit rund 25,00 EUR genausoviel, wie der Fellschön, der auf der Homepage für 24,90 EUR inkl. Versand verkauft wird. Eine günstigere Variante des Furminators gibts bei Pferdesport Krämer für rund 12,00 EUR. Ich persönlich finde den Fellschön im direkten Vergleich besser, da keine Haare darin hängenbleiben und er - vermutlich - angenehmer fürs Pferd ist. 

Willi im Trab
Willi im Trab

20.03.2019

 

Am späten Nachmittag steht für Willi etwas Pilates auf dem Programm: lockeres Reiten auf der Reitwiese. Anfangs ist er wieder etwas arg zäh, was sich aber nach einigen Minuten gibt, obwohl ich anfangs sehr explizit auf eine schöne Aufwärmphase achte. Wir träbeln viel und ich merke, wie er sich selbst nun immer schon ein wenig länger tragen kann. Trotzdem ist es für ihn ganz schön anstrengend und ich bin sehr darauf bedacht, das nicht auszureizen und mache nach starken 20 Minuten dann auch schon Schluß. 

 

Das Mörchen, das anfangs mit Gerret über die Wiese gewandert ist und dann dort frei hat fressen dürfen, kommt sodann für rund 20 Minuten an die Longe. Er ist artig und hapst nicht nach Gras. Wir zirkeln entlang der ganzen Bahn mit vielen Volten umher, zunächst im Schritt zum Aufwärmen, dann im Trab und zum Schluß auch im Galopp, indem ich Amor in den Volten angaloppieren lasse, entlang der ganzen Bahn aber zum Trab durchpariere. Das klappt schön und vor allem fällt mir heute auf, wie gut Amors Hinterhand mitarbeitet, er gar nicht schlurft (was er ja früher immer gerne mit der Hufspitze gemacht hat) und wie sich das "V" im Laufe der Einheit immer weiter schließt, wie also die Hinterhand immer besser durchschwingt. Zum Abschluß frage ich an der Hand Schulterherein auf Volten und auf der Geraden ab. Dann sammeln wir Willi ein, der währenddessen sattel- und trensenlos frei auf der Reitwiese hat fressen dürfen, und wandern wieder zum Stall. Dort wartet noch ein abgebrochener Weidepfosten darauf, ausgewechselt zu werden.