Paula, die Reiterkatze :-)
Paula, die Reiterkatze :-)
😍 Wie süß!
😍 Wie süß!

01.02.2019

 

Pauline ist heute sehr schmusebedürftig. Nachdem sie zuerst Laura über deren Rücken auf die Schultern und teilweise weiter auf den Kopf geklettert ist, als diese Joe die Hufschuhe anziehen möchte, setze ich sie kurzerhand auf Willis Rücken. Laika mochte das früher sehr: die Katze findet den Rücken schön kuschelig und das Pferd genießt die schnurrende Massage. So auch Willi. ;-) 

 

Mit dem mache ich heute einen dreiviertelstündigen Spaziergang, habe ihm allerdings die Trense aufgezogen, weil ich auch etwas Handarbeit machen möchte. Die Wiesen sind durch den Schnee und den Regen der letzten Tage zu siffig, weshalb ich lieber auf den befestigten Wegen bleiben möchte. Das Schwarztier ist heute auch wesentlich ruhiger als am Mittwoch. 

 

Anfangs üben wir nur ein weiches, fließendes Antreten und Anhalten. Vor allem mit dem Anhalten hat Willi es ja immer nicht soooo. Er tritt auch gerne mit der Hinterhand beim Anhalten nach links, wenn ich ihn rechte Hand führe, was ich aber mit einer leichten Linksstellung korrigieren kann. Hat er etwas sehr gut gemacht, tritt z. B. auch willig rückwärts (wobei das noch wesentlich flüssiger sein könnte), lasse ich ihm die Zügel lang und ihn einfach neben mir herlaufen. Damit scheine ich heute die richtige Mischung gefunden zu haben. Nachdem mein Augenmerk am Anfang nur auf einem schönen "Nebeneinander" ohne Drängeln liegt, kann ich dann doch auch ein wenig in die Feinarbeit einsteigen. Im Wald bummeln wir dann aber nur gemeinsam nebeneinander her. Hierbei merke ich, wie gut Willi auf mich achtet. Wird er mir zu schnell, verlagere ich mein Gewicht mehr auf die Fußballen beim Auftreten - alleine das reicht schon, um ihn zu parieren und auf Kurs zu halten. Wobei mir die Erkenntnis kommt, daß ich das ja auch fürs Anhalten mit aufgenommenen Zügeln probieren könnte... Versuch macht kluch' und es funktioniert. ;-) Für ein wenig Gymnastik stelle ich ihn immer mal wieder nach links und rechts, frage etwas Schenkelweichen ab, lasse ihn sich dehnen und freue mich, daß er den Zügel so gut annimmt. 

Amor im Wintertrainingslager
Amor im Wintertrainingslager

02.02.2019

 

Am Vormittag gehen Gerret und ich das Mörchen besuchen. Wir putzen ihn ein wenig und gehen dann auf einen knapp einstündigen Spaziergang. Amor ist wie immer munter. Und verlangt nach Gras. Also darf er ab und zu ein paar Minuten grasen. Er hat nun noch eine Woche Longentraining vor sich, dann kommt er auch schon wieder nach Hause. 

 

Da ich am Abend Stalldienst habe, gehe ich schon mittags zum Stall, da ich mit Willi eine Runde ins Gelände will. Da hatte ich bei den letzten Malen ja immer ein wenig unterschwellig Kopfkino. Heute ist das fast ausgeschaltet. 

 

Während ich Willi putze und sattle, springt Paula plötzlich von der Heukiste auf seinen Rücken. Oh je, da habe ich ihr gestern wohl was gezeigt... ;-) Sie turnt auf dem Rücken und im Sattel herum und findet das ganz, ganz toll. *grins* 

 

Als ich mich in den Sattel schwinge, stelle ich fest, daß ich wegen des ganzen Sandstaubs mehr auf einem Grau-, als auf einem Schwarztier sitze. Willi trottet brav vorwärts. Im Wald träbeln wir eine schöne Strecke. Er schnauft bergan wie gewohnt etwas lauter, trabt aber auf der Geraden oder Bergab schwungvoll vorwärts. Wir nehmen über einen Rückeweg eine Abkürzung, weil ich sehe, daß dieser auf einen Weg führt, den ich ohnehin entlang möchte. Der Schwarze achtet dabei schön auf seinen Weg und stapft über diverse Äste. Auf dem anderen Weg angekommen, lasse ich ihn wieder antraben und auch angaloppieren. Was leider noch immer nicht zuverlässig klappt, ist der Rechtsgalopp. Willi springt mir wieder im Linksgalopp an. Dafür hat er aber richtig, richtig Elan und galoppiert sehr kraftvoll vorwärts. Aber: ich habe keine Angst, alles gut. Danach lasse ich ihm immer wieder den Zügel aus der Hand kauen und lang, damit er gut verschaufen kann. 

 

Als ich wieder antraben und eigentlich Schritt-Trab-Übergänge üben will, pullt Willi vorwärts. Wir haben einen relativ langen Bremsweg und ich schimpfe, daß das so halt nicht in Ordnung ist. Für das nächste Antraben suche ich mir einen leichten Berg, den Willi dann nochmals im Galopp nimmt. Mmmh, ok, also, was die Gangart angeht, wie schwungvoll die ausfallen soll und wann bittschön gut ist, müssen wir üben. 

 

Trotzdem bin ich insgesamt sehr zufrieden mit den heutigen 1,5 Stunden, weil ich ich sehr wohl im Sattel gefühlt habe. Außerdem gelingt Desmonds Hausaufgabe immer besser (erst den Hals vorsichtig etwas höher einstellen, dann im Genick nachgeben lassen) und Willi gelingt es schon besser,, diese Haltung auch etwas zu halten. 

 

Wir kommen um 17.30 Uhr wieder am Stall an und Willi seinen Bademantel über. Bis er einigermaßen trocken ist, vertreibe ich mir die Zeit mit der restlichen Stallarbeit, rechle noch den Paddock gerade und fülle das Vogelfutter auf. Im Viereck hat es einen Eckpfosten umgeknickt, da die Jungs eine Heutonne über das E-Seil geworfen haben und das Gewicht für den schon älteren Pfosten wohl zuviel war. Aber den werden wir morgen austauschen. Nachts ist der Trailweg derzeit ja noch geschlossen. 

Paula, Willi und ich
Paula, Willi und ich

03.02.2019

 

Mein Plan, mit Willi am Vormittag nochmals ins Gelände zu gehen um zu schauen, ob er auch heute noch soviel Pep hat und mehr ausgelastet werden sollte, geht voll auf. Aber anders als gedacht. 

 

Zunächst tauschen Gerret und ich am Morgen den nun vollends umgestürzten Weidepfosten aus und ersetzen ihn gegen einen aus Metall, während Sarah die Stallarbeit erledigt und sich dann mit Amors Sattel im Gepäck auf zu ihm macht, um ihn ein wenig in der Reithalle zu bewegen. 

 

Ich mache das Schwarztier fertig. Wir gehen heute mal in die andere Richtung. Als wir am Kleintierzüchterheim vorbeikommen, muß Willi die neuen Truthühner begutachten, ist aber brav und schnaubt auch mehrmals ab, als wir nach einem kurzen Weg durchs Dorf am Waldrand ankommen und auf einen Trampelpfad wechseln. Am langen Zügel lasse ich ihn gemächlich vor sich hintrotten. Ich will den nächsten steileren Berg hinauf und oben dann ein wenig traben und galoppieren. Soweit kommen wir allerdings nicht: 

 

Plötzlich raschelt es links von uns. Dem Geräusch nach könnte das durchaus was Größeres gewesen sein. Was es auch immer war: wir werden es nie erfahren. Willi jedenfalls erschrickt, macht eine 180°-Kehrtwendung nach rechts, wobei er mich über seine linke Seite verliert. Ich lande auf dem weichen Waldboden, habe noch den Zügel in der rechten Hand, entscheide mich aber blitzschnell, den lieber loszulassen, weil ich 800 kg Pferd wohl ohnehin nicht mit einer Hand halten kann. Und Willi: galoppiert ohne mich von Dannen. Dabei wollten wir doch gemeinsam galoppieren! *soifzt* 

 

Ich rufe Gerret an, der den Schwarzen in Empfang nehmen soll. Aufgrund des sonntags Vormittags hoffe ich, daß auf dem kurzen Stück durchs Dorf keine Autos unterwegs sind und jogge los. Besorgte Anwohner kann ich beruhigen: alles gut, nix passiert. Gerret informiert mich derweil, daß er Willi kurz nach dem Kleintierzüchterheim beim Grasfressen aufgesammelt hat. Der schaut mich ziemlich verömmelt an. Wir laufen zur nächsten Bank, wo ich gleich wieder aufsteige. Da bin ich eisern: nach so etwas gehts gleich wieder in den Sattel. Mein besorgter Ehemann möchte uns eigentlich begleiten, aber ich verspreche, daß ich vorsichtig bin und nur unsere kleine Spazierrunde durch den Wald in der anderen Richtung anhänge. So machen wir das dann auch. Wieder im Wald traben wir an und galoppieren dann auch ein Stück. Alles paßt, alles ist gut.  Willi gibt heute auch erstmals im Trab so richtig schön im Genich nach, läßt sich stellen und hat einen schönen Spannungsbogen, hält das auch für einige Tritte. Auch im Schritt habe ich das Gefühl, daß wir heute einen Fortschritt gemacht haben. :-) Ich hoffe nur, daß ich nicht jedesmal vorher verloren gehen muß... ;-) Wieder am Stall sind wir alle wieder zu Späßen aufgelegt und ich nehme Paula mal hoch in den Sattel.

 

Offensichtlich habe ich mir beim Sturz nur das rechte Handgelenk deutlich nach hinten verdreht, die Bänder autschen. Gut, daß ich gleich losgelassen habe. Jetzt gibts erst mal ein Coldpack und Salbe.

Willi und Gerret
Willi und Gerret

04.02.2019

 

Am frühen Abend gehen Gerret und ich mit dem Schwarzen eine Stunde im Wald spazieren. Gerret führt Willi, weil ich meine rechte Hand doch noch etwas schonen will - die Bänder autschen doch deutlich. Dabei instruiere ich den besten Ehemann von allen ein wenig hinsichtlich Körpersprache und Einwirkung. Das Schwarztier ist da ja ein gutes Lehrpferd. ;-) 

Sandbad nach getaner Arbeit :-)
Sandbad nach getaner Arbeit :-)

05.02.2019

 

Am Abend fahre ich wieder zum Mörchen. Der kommt in seiner Box gleich erwartungsvoll zur Tür. Das ohnehin sehr saubere Pony putze ich nur kurz über, dann gehts in die Reithalle. Dort ist noch ein anderes Pferd zugange, weshalb ich die Zeit nutze, um mit dem Senior gemütlich umher zu wandern und ihn so ein wenig aufzuwärmen. 

 

Nachdem ich die Zügel zur Handarbeit aufgenommen habe, stelle ich gleich fest, daß das etwas erschwerte Bedingungen sind, weil: ich habe meine Handarbeitsgerte zu Hause vergessen. Leider steht in einer Hallenecke nur eine kurze Longierpeitsche, die ich nach einigen Runden zweckentfremde. Amor macht es sich sonst zu gemütlich. Gleich ist er munterer. ;-) Wir üben wie gehabt alle möglichen Lektionen von Anhalten und Rückwärtsrichten über Volten, Zirkel, Schulterherein, Travers, Schenkelweichen, Kurzkehrt - alles im Schritt und teilweise auch im Trab. Zwischendurch lasse ich Amor den Zügel immer wieder aus der Hand kauen, sich strecken und frei neben mir herlaufen. Zum Abschluß will ich den Galopp antesten. Nach ein wenig Umherkaspern hat Amor gleich verstanden, was ich von ihm will. Und nach einem Möhren-Keks bietet er den Galopp selbst an! :-) So können wir unsere ersten Galoppvolten an der Hand absolvieren. Ich springe dabei noch etwas mit und sicher sieht das etwas sehr enthusiastisch aus. Aber es ist ein Anfang. *freu* Danach gibts ein Sandbad und Herr Pony fühlt sich sehr wohl. 

Teeeerab! :-)
Teeeerab! :-)

06.02.2019

 

Willi wird am Abend mit Handarbeit bespaßt. Es bleibt ja nun schon bis fast 18 Uhr hell, so daß wir noch auf die Reitwiese gehen. Die ist auch leidlich trocken. Schon auf unserem Weg dorthin frage ich ein wenig freies Anhalten und wieder Antreten ab, was gut klappt. Das vertiefen wir auf der Reitwiese mit Rückwärtsrichten und freiem Neben-mir-Hertraben. Willi bleibt auch bei mir, als wir Joe übermütig buckelnd und quietschend den Trailweg hochgaloppieren sehen. Er ist zwar kurz abgelenkt, läßt sich aber schnell wieder auf mich konzentrieren. 

 

Als ich die Zügel aufnehme, achte ich zunächst hauptsächlich wieder auf einen guten Abstand zwischen uns und daß Willi weder zu mir herdrängelt, noch über die äußere Schulter nach außen wegdriftet. Ich merke selbst, wie ich zwischenzeitlich ein viel besseres Gefühl für den äußeren Zügel entwickelt habe und diesen nun koordinierter einsetzen kann. So zirkeln wir ein wenig über die Wiese, und ich nehme dann auch hin und wieder mal eine Trabvolte hinzu. Klaro: ausbaufähig, aber immerhin! :-) 

 

Ich kann das Schwarztier auch schon recht einfach zur Schaukel animieren, zumindest auf der rechten Hand. Als wir danach auf die linke Hand wechseln, merke ich, wie er ein wenig unwirsch wird. Recht schnelle Abfolgen zwischen zwei Übungen liegen Willi noch nicht so sehr (das kenne ich ja schon von mehreren Schritt-Trab-Übergängen unter dem Sattel). Deshalb probieren wir zum Abschluß nur auch auf dieser Hand kurz ein paar Schritte Schulterherein und Übertreten auf der Volte und  finden dadurch einen guten Abschluß. 

08.02.2019

 

Am späten Nachmittag bringen wir meinen Schwarzen nach Weingarten zum Quellberghof, wo wir morgen an einem Reitkurs teilnehmen. Willi stieg ja im letzten Jahr, als wir ihn bei den Vorbesitzern abgeholt haben, von alleine in den Pferdeanhänger. Das ging über die letzten Monate etwas verloren - aber eigentlich nur deshalb, weil wir Willi immer nicht ausreichend Zeit gelassen hatten, sich selbständig zu entscheiden, ob er in den Pferdeanhänger einsteigen möchte oder nicht. 

 

Heute jedenfalls haben wir genügend Zeit und ich will schauen, ob es deshalb - wieder - klappt. Nachdem alles im Auto verstaut ist und wir den Hänger auf der Wiese abgestellt haben, damit wir niemanden im Weg sind und nicht unter Druck stehen, hole ich mein Ross. Ich stelle mich links neben die Rampe, vor der Willi steht. In der linken Hand seinen Führstrick, in der rechten eine Gerte, versuche ich ihn in den Hänger zu navigieren. Willi steigt gleich mal auf die Rampe, geht dann aber wieder herunter. Ich bleibe ruhig, aber beharrlich. Nach einigen Minuten habe ich den Eindruck, daß Willi sehr genau weiß, was ich gerne hätte, sich aber letzten Endes nicht so wirklich entscheiden mag. Ich mache es ihm also außerhalb des Hängers etwas ungemütlicher, indem ich ihn nicht ruhig stehen und schauen und warten lasse (etwas, auf das er ja sofort anspringt und es gut findet), sondern ständig etwas action von ihm verlange - allerdings bin ich sehr darauf bedacht, daß er dabei nicht in Streß kommt. Es soll für ihn nur wesentlich angenehmer sein, wenn er zumindest auf die Rampe klettert, als davor zu stehen. Sofort, wenn er auch nur einen Huf auf die Rampe stellt, fahre ich alle Energie herunter und lobe. 

 

Mit dieser Strategie braucht es dann keine zwei Minuten und Willi steigt brav von ganz alleine in den Pferdeanhänger. Insgesamt haben wir nicht länger als 10 Minuten gebraucht. :-) Mir wird mal wieder klar, wie einfach vieles sein kann, wenn wir den Pferden Zeit lassen, selbst eine Entscheidung zu treffen.

 

Die Fahrt nach Weingarten verläuft problemlos. Willi bezieht die gleiche Box wie letzte Woche zum Doppellongenkurs und futtert zufrieden sein Heu. Wir gehen noch mit Amor, der heute seine letzte Trainingseinheit von Petra bekommen hat, 20 Minuten spazieren. 

Mit dem Schwarzen auf Reitkurs - Thema: Bahnfiguren
Mit dem Schwarzen auf Reitkurs - Thema: Bahnfiguren

09.02.2019

 

Ich nehme mit Willi bei Petra am Kurs "Effektive Trainingselemente im Alltag - Die Bahnfiguren" teil. Wir beginnen mit einer Vorstellrunde aller acht Teilnehmer und einer einstündigen Theorieeinheit: was sind Bahnfiguren, welche gibt es, wozu sind sie gut. Ich habe mich zum Kurs eigentlich "nur" angemeldet, damit ich mit Willi mal wieder ein wenig unter Trainingsbedingungen in einer Reithalle arbeiten kann, er weiterhin Kursatmosphäre kennenlernt, Hänger fährt und ein wenig Abwechslung da ist. Ich kenne ja die Bahnfiguren und weiß, wie sie warum zu nutzen sind. Trotzdem zeigt mir der heutige Tag unter Petras Anleitung überraschenderweise überdeutlich einen Aspekt auf, der mir vorher gar nicht so bewußt war. ;-) 

 

Die Reiteinheiten finden in 2er-Gruppen statt. Mit Willi ist noch eine Quarterstute in der Halle. Es liegen überall Dualgassen und stehen Pylonen herum, was uns die genauen Wege zwischen den Bahn- und Wechselpunkten genau bewußt sind. Petra läßt uns erst einmal alles erkunden, dann sollen wir zunächst die Ecken der Reitbahn exakt ausreiten. Die Pferde solle nicht einfach durch die Ecke schlurfen, sondern gestellt und gebogen sein, wozu der Drehsitz notwendig ist: die Schultern des Reiters sind immer parallel zu den Schultern des Pferdes ausgerichtet, ebenso die Hüften. Durchreitet man eine Ecke, geht die innere Hüfte des Reiters etwas vor, die Schulter dafür zurück (gut zu erkennen, wenn man sich ein gebogenes Pferd in einer Wendung von oben vorstellt). Ich kenne das, finde es aber sehr hilfreich, daß mich jemand 30 Minuten lang sehr hartnäckig immer wieder korrigiert. Und gerade deshalb habe ich DEN großen Aha-Effekt des ganzen Tages schon nach wenigen Minuten beim Warmreiten: mein Schwarzer setzt mich ständig immer wieder nach rechts! Willi ist rechts hol, weshalb diese Körperseite vermehrt gefühlt nach unten schwingt und ich deshalb immer nach rechts kippe - das sind nur mm und ich sitze deshalb auch nicht wirklich sichtbar schief auf dem Pferd, aber ich merke überdeutlich, wie meine linke Beckenschaufel  immer etwas weiter oben ist als die rechte. Krass!!! Durch diese Erkenntnis kann ich Willi umso schneller - geraderichtend - korrigieren, sobald ich merke, daß er mich wieder ganz non-chalent nach rechts geschuppst hat. *grins* Toll!!!

 

Neben Zirkel (Jaaaa!!! Ich kann endlich sogar im Trab mit Willi einen ganz sauberen Zirkel reiten!!!) und Volten stehen einfache Schlangenlinien oder Schlangenlinien durch die ganze Bahn auf dem Programm, ebenso wie Kehrtvolten oder Viereck vergrößern und verkleinern. Am Vormittag haben wir eine 30-minütige Einheit, am Nachmittag eigentlich 45 Minuten, die Willi kräftemäßig aber nicht schafft (und zugegebenermaßen bin auch ich am Nachmittag nach 30 weiteren Minuten mit meiner Konzentration am Ende), weshalb wir es dann auch gut sein lassen. Willi hat sich jedenfalls sehr, sehr angestrengt, war sehr motiviert und hat super mitgearbeitet. Sehr gefreut habe ich mich über das Lob der anderen Kursteilnehmer, die beeindruckt waren, daß Willi trotz seiner Größe und seines Gewichts ganz locker-flockig vor sich hinträbelt und man ihn dabei auch kaum gehört hat. Letzteres ist ja immer ein sehr positiver Aspekt, zeigt er doch, daß das Pferd gut in den Gelenken durchschwingt und federt. 

 

Fazit: Ganz, ganz toller Kurs auch für Leute, die meinen, zu Bahnfiguren gäbe es nichts Neues zu lernen. ;-) Petra hat uns jede Bahnfigur erklärt und war stets darauf bedacht, daß wir sie auch wirklich ganz exakt reiten. Daraus resultierender Effekt: sehr lockere Pferde, die durch die ständigen Wechsel und Stellung und Biegung immer durchlässiger wurden. Ich stelle jedenfalls am Abend vergnügt fest, daß mein Schwarztier unter mir noch nie so schön gelaufen ist, wie heute. :-) 

 

Gerret war am Nachmittag eine Stunde mit dem Mörchen spazieren. Der wird doch noch bis Montag auf dem Quellberghof bleiben, da für morgen Sturm mit Regen und Windgeschwindigkeiten bis zu 80 km/h angesagt ist - kein Wetter, um mit dem Pferdeanhänger unterwegs zu sein. 

 

Willi steigt am Abend schon beim ersten Anlauf gleich hinter mir in den Hänger ein - die Innenbeleuchtung hat einen Wackler und ich will ihn nicht allein in ein dunkles Gefährt schicken. Wieder am Stall wird er von Joe begrüßt und darf sich nun morgen ausruhen. 

Paula und Fine auf dem Dach des Hühnerstalls beim Nachbar: Chicken-TV ;-)
Paula und Fine auf dem Dach des Hühnerstalls beim Nachbar: Chicken-TV ;-)

11.02.2019

 

Willi und Joe haben den gestrigen Tag und die letzte Nacht gut überstanden. Der Sturm ist mit gut 80 km/h über uns hinweggezogen. Am Stall ist alles stehengeblieben. 

 

Mir gehts dafür wieder weniger gut. Seit gestern liege ich wieder mit dem doofen Ischias flach. Da ich nicht sitzen und stehen, wenn denn liegen, dafür aber viel laufen soll, mache ich am Nachmittag in Begleitung von Lars mit Willi einen Spaziergang. Ich habe Lars gerade erzählt, daß der Schwarze noch eine gute Portion Selbstsicherheit gebrauchen könnte, da fällt links hinter uns ein Tannenzapfen vom Baum. Willi macht seinen Satz nach vorne, rempelt mich dabei an, so daß ich im Dreck lande. Hach ja... 

 

Abends holen wir dann kurz das Mörchen aus dem Wintertrainingslager ab. Der ist total munter. Und gut schaut er aus! :-) Er klettert brav hinter mir in den Pferdeanhänger. Am Stall wird er gleich von Willi und Joe begrüßt. Nach einer kurzen Untersuchung seinerseits, ob alles noch am richtigen Platz ist, gibts dann auch das abendliche Kraftfutter. Während ich Joe und Willi die Eimer umhänge, wandert Amor zielgerichtet in die Box und wartet auf seinen Eimer. Wie wenn er nie weg gewesen wäre! ❤️

12.02.2019

 

Wie wenn er nie weg gewesen wäre...

 

Erkenntnis des Tages Nr. 1: Amor ist ein Schlaumeier. Am Morgen muß ich ihn von der Weide holen, auf die er ca. zwei Stunden vorher über den Durchgang neben dem Heulager eingebrochen ist. *augenroll* 

 

Erkenntnis des Tages Nr. 2: Ich gehöre meinen Katzen - und nicht umgekehrt. Als ich die laut miauende Tigerkatze, die seit einigen Tagen um unseren Stall herumschleicht (und wohl einen Großteil des Trockenfutters im Stall frißt), anlocke, um zu schauen, ob sie evtl. tätowiert ist, wird diese von einer wild fauchenden Paula vertrieben. Aha. Da der Tiger ziemlich gut genährt aussieht, brauche ich mir zumindest ad hoc keine Sorgen machen. Vielleicht erwische ich ihn in den nächsten Tagen mal.

 

Erkenntnis des Tages Nr. 3: Die guten 2-3 km, die ich während der Stallarbeit laufen muß, tun gut. Allerdings geht alles ein wenig langsamer. Trotzdem bin ich wieder froh, als ich zu Hause aufs Sofa liegen und mich dopen kann. Man wird irgendwie nicht jünger... Plöter Ischias. 😤 

 

Abends gehen Gerret und ich mit Willi und Amor eine halbe Stunde spazieren, lassen sie dabei auch 10 Minuten grasen. 

13.02.2019

 

Amor und Willi gehen mit mir und Gerret erneut auf einen knapp einstündigen Spaziergang. Wieder dürfen sie 10 Minuten grasen. 

Hufpflege
Hufpflege

14.02.2019

 

*nerv* Amor steht morgens schon wieder auf der Weide. Anhand von fünf Haufen kann ich nachvollziehen, daß er also ca. fünf Stunden draußen war. Das ist bei dem Wetter (kalt und sonnig) wegen Rehegefahr nicht ungefährlich. Andererseits weiß ich, daß das Pony ja quasi einen Saumagen hat. Ich weiß auch nicht so recht, ob ich mich freuen und lachen oder ihn erschießen soll: als ich zum Eingang der Weide gehe, kommt er mir wie ganz selbstverständlich munter entgegen und verläßt von alleine die Weide... *augenroll* Ich bringe ein drittes Seil am Durchgang zum Heulager an. Hoffentlich hält ihn das nun auf Abstand. 

 

Die Nächte sind weiterhin recht frostig, die Tage dafür wunderbar sonnig. Zu schade, daß ich wegen meines Ischias diese Woche nicht in den Sattel steigen kann. Das Wetter ist wunderherrlich. Außerdem ist mein Reitrock, ein Weihnachtsgeschenk von Gerret, endlich gekommen. Er ist aus schönem dunkelgrünen, wind- und wasserdichten Softshell mit einer tollen schwarz-silbernen Bordüre am Saum. Sobald sich mein Hinterteil erholt hat, muß ich den gleich mal ausprobieren. 

 

Am Nachmittag bekommen die Pferde die Hufe gemacht und Sarah geht mit Amor eine Runde ins Gelände. 

Frühstück auf der Winterweide
Frühstück auf der Winterweide
Auf Tuchfühlung mit Fine
Auf Tuchfühlung mit Fine

15.02.2019

 

Am Morgen erledigt der beste aller Ehemänner das meiste der Stallarbeit. Ich lasse derweil die Rösser für eine halbe Stunde auf die Winterweide und biete dort freies Heu an. Das ist nach 15 Minuten allerdings uninteressant und sie lutschen lieber am eigentlich noch nicht wirklich vorhandenen Gras. Deshalb hole ich sie nach insgesamt ca. 30 Minuten auch wieder rein. Der Boden gibt auch schon wieder nach. Willi läßt dabei einige herzhafte Buckler und schwebt im Trab übers Grün. *Herzchenaugenhab* 

 

Das dritte Seil als Abgrenzung zum Heulager taugt - hoffentlich. Zumindest ist Amor in der letzten Nacht nicht wieder ausgebrochen. ;-) 

 

Am Nachmittag bringen wir Willi nach Graben-Neudorf. Morgen haben wir wieder einen Reitlehrgang mit Desmond. 

Willi in seiner Gastbox
Willi in seiner Gastbox

16.02.2019

 

Willi hat die letzte Nacht gut überstanden, hat sich zum Schlafen auch abgelegt. Er futtert zufrieden sein Heu und verträgt ich gut mit seinem Stallnachbarn, einen PRE-Wallach. 

 

Unsere erste Einheit am Vormittag verläuft gut. :-) Da Mary uns ein Protokoll dazu schreibt, kann ich hier ziemlich genau wiedergeben, was wir gemacht haben: 

 

Geradeaus, ganze Bahn, Schultervor rechte Hand - Desmonds Idee: durch Vorbereiten einer 10 m-Volte ergibt sich das Schulterherein fast von selbst. Linke Hand ist das nicht ganz so einfach, ich bin mit der inneren Hand zu aktiv, muß mehr außen parieren. Beim Durch-die-ganze-Bahn-Wechseln soll ich mehr zulegen, dann in der zweiten Hälfte der nächsten langen Seite eine Kurzkehrt, wozu ich meine linke Schulter mehr zurück und das linke Bein besser fallen lassen muß. Das wiederholen wir einige Male. 

 

Dann gehts ans Traben. Willi bietet stets eine recht tiefe Haltung an, weshalb ich ihn immer wieder nach oben holen soll (so ja auch meine Hausaufgabe nach dem letzten Kurs). Außerdem soll ich mir vorstellen, über viele kleine Baumstämmchen zu traben, so daß die Beine besser wegkommen. Die Vorhand soll so leicht werden, ich nehme ihm die Stütze, hebe dazu den Kopf an und richte ihn sachte auf. Insgesamt macht der Schwarze das schon viel, viel besser als im letzten November. Er gibt immer wieder schön im Genick nach. Es fehlt noch die Konstanz, aber der Weg ist richtig. Zum vermehrten Untertreten touchiere ich Willi dazu immer wieder mit der Gerte auf das innere Hinterbein (im Leichttraben also immer, wenn ich aufstehe). 

 

Als wir auf dem Zirkel linke Hand arbeiten, bricht mir Willi immer wieder über die rechte Schulter weg. Soifzt... Das hat doch am letzten Wochenende soooo gut geklappt! Aber da standen zur Orientierung ja auch lauter Pylonen in der Bahn. Ich fühle immer wieder, wie Willi mich nach rechts setzt, tue mich aber schwer, das schnell zu korrigieren. Daß ich meine rechte Hand irgendwie dauernd höher trage, macht das ganze auch nicht besser. Ich soll mir lt. Desmond als inneres Bild vorstellen, daß ich auch auf der offenen Zirkelseite eine Wand habe und das Gewicht gut nach links bringen. Das ist beim ganzen Kurs aber auch das einzigste Thema, das mich ein wenig anfrißt und mit dem ich nicht so zufrieden bin. 

 

Wir arbeiten hieran auch nochmals am Nachmittag in der zweiten Einheit. Ganz gelöst bekommen wir das Problem leider nicht, aber Willi ist munter, nicht müde und arbeitet total gut mit. :-) 

Handyfoto ;-) - aber der Ausdruck ist entscheidend. :-)
Handyfoto ;-) - aber der Ausdruck ist entscheidend. :-)

17.02.2019

 

Auch in der zweiten Nacht hat sich Willi abgelegt. Mein Kurspferdchen. :-) Auch für heute ist wieder Frühlingswetter mit bis zu 17° und Sonne satt angesagt. Dafür ist es in der Reithalle kühl - für die Pferde ist das aber wohl besser so. 

 

Heute arbeiten wir in beiden Einheiten am Galopp. Meine Angst-Lektion. Gut, Willi kann da nicht irgendwo hinrennen, die Halle ist geschlossen und er ist sehr positiv drauf, munter und arbeitswillig. Aber in meinem Unterbewußtsein steckt halt nach wie vor ein wenig die Angst vor einem Kontrollverlust - und so ein Pferd ist ja schon groß und selbständig und kraftvoll. Dadurch habe ich immer das Gefühl, daß sich meine ganze Welt auflöst und ich vom Sitz her ins Schwimmen komme, überall hin drifte und wackle. 

 

Witzigerweise sieht das auf den Videos, die ich anschließend so von mir anschaue, gar nicht sooo schlimm aus. Willi kickt nur hin und wieder mal mit dem Hinterbein nach der Gerte. Das kommt daher, daß ich die Hände oftmals nach unten drücke, dadurch die Gertenspitze nach hinten-oben wandert und Willi an der Flanke kitzelt. Einige Buckler sind das Resultat, die ich aber gut sitzen kann. 

 

Mein Schwarztier springt auch hin und wieder mal im Kreuzgalopp an, korrigiert sich dann aber selbst. Insgesamt fordern mich diese zwei Einheiten so, daß ich nicht mehr genau wiedergeben kann, was Desmond mir alles erzählt und mitgegeben hat. Wir haben jedenfalls auch an den Trab-Schritt-Übergängen gearbeitet, indem ich zum Vorbereiten zweimal auf das abfußende äußere Hinterbein parieren soll, dann einmal auf das stehende - gar nicht so einfach, das zu erfühlen! Entscheidend ist jedenfalls, daß ich dabei ein immer besseres Gefühl bekommen und Spaß habe. :-) Das Ergebnis: wir können am Nachmittag - immerhin in der vierten (!) Einheit, in der Willi nach wie vor munter war - einen ganzen Zirkel galoppieren! Damit hätten wir zwar keinen Blumentopf gewonnen, aber trotzdem ist das für mich ein totaler Erfolg. 

 

Fazit: Es war eine tolle Verbesserung zum letzten Kurs im November sichtbar. Willi hirscht nicht mehr so vor sich hin, sondern kann schon einige Meter Selbsthaltung zeigen. Das muß noch konstanter werden, ist aber einfach weiteres Training. Ich darf ihn von der Haltung her nicht zu tief lassen, muß ihn durch eine aktive Hinterhand hochholen (s. über Baumstämme traben). Ich habe gemerkt, daß Willi galoppieren (Wunder, oh Wunder... 😂) und ich dabei auch ganz gut sitzen kann. Das Schwarztier hat sich über den Winter trotz eingeschränkter Reitmöglichkeiten gut entwickelt und beide Tage durch Rücksichtnahme auf seine Möglichkeiten gut durchgehalten. In der letzten Einheit ging nur mir die Konzentration aus - Willi war munter.

 

Zur Heimfahrt steigt Willi wieder brav in den Hänger und freut sich, als wir wieder zu Hause sind. 

Christina, Willi und ich, Carina, Desmond, Yasmin, Jasmin, Marion auf Ilkje, Dunja und Tina
Christina, Willi und ich, Carina, Desmond, Yasmin, Jasmin, Marion auf Ilkje, Dunja und Tina
Mit Pferd und Katz
Mit Pferd und Katz

18.02.2019

 

Gott sei Dank haben wir heute Urlaub. Ich bin ziemlich alle vom Kurs am Wochenende. Die Kurs-Orga schlaucht doch zusätzlich. Insgesamt war es zwar nicht körperlich, aber mental sehr anstrengend für mich. 

 

Willi hat heute eine verdiente Pause. Wir lassen die Jungs am Vormittag während der Stallarbeit ein letztes Mal auf die Winterkoppel zum Frühstück. Da auch die Nächte nun wieder im temperaturmäßigen Plusbereich liegen, taut der Boden zu schnell auf. 

 

Amor und Joe tragen nun nachts vorläufig deshalb auch keine Decken mehr. 

 

Am frühen Abend mache ich mit Amor 30 Minuten Handarbeit auf unserer Reitwiese, die zwar weich, aber annehmbar trocken ist. Im Schritt muß ich Amor ein wenig motivieren, im Trab ist er dafür sofort hellwach - und bietet recht schnell auch die nächsthöhere Gangart an. Wir zirkeln jedoch zunächst ein wenig umher. Ich habe zwei blau-gelbe Stangen nebeneinander hingelegt. Diese nehme ich als Wechselpunkt einer Acht, mit der ich innen- und außengeführte Volten übe. Im Schritt habe ich da bei den von außen geführten schon noch etwas Probleme, weshalb ich das im Trab gar nicht erst abfrage. Da möchte ich erst sicherer werden. Dafür klappen Schulterherein, Schenkelweichen und Travers echt gut. 

 

Als ich dann den Galopp auf einer Volte antesten möchte, wird Amor hypermotiviert. Ok. Er weiß zumindest, was ich möchte, und es macht ihm wohl auch total Spaß, aber das müssen wir mal in kontrollierbare Kanäle lenken. ;-) Sonst hoppelt er mir zu sehr neben mir her bzw. verliere ich dann auch irgendwann den Anschluß. Aber es hat total Spaß gemacht. 

 

Willi war derweil alleine am Stall, da uns Laura und Joe auf die Reitwiese begleitet haben. Der Galopper des Jahres hat zwar ein paarmal gerufen, ist ansonsten aber ruhig im Viereck auf der Kuppe stehengeblieben und hat uns aus der Ferne beobachtet. 

Sarah und Amor ❤️
Sarah und Amor ❤️

19.02.2019

 

Eigentlich bin ich am späten Nachmittag ziemlich müde, als ich zum Stall komme. Wie meistens - Pferde sind ein absoluter Muntermacher - ist das dort recht schnell wie weggeblasen. Sarah und Laura putzen bereits Amor und Joe und ich schließe mich mit dem Schwarztier an.

 

Heute ist eine der leider sonst eher seltenen Gelegenheiten, zu denen Laura auf Joe, Sarah auf Amor und ich auf Willi gemeinsam ins Gelände bummeln. Wir träbeln eine längere Strecke, kürzen über einen Rückweg einen Schotterweg ab und beschließen, eine unserer Galoppstrecken in Angriff zu nehmen. Ich mache mit Willi die Tete und galoppiere voraus. Willi ist artig, ich komme gut zum Sitzen, bin mir anfangs jedoch nicht so sicher, auf welcher Hand wir denn nun galoppieren und schiele hinunter. Hinter uns höre ich kein Hufgetrabbel, auch Willi horcht nach hinten. Als ich gerade überlege, durchzuparieren, donnert es hinter uns heran und ein windschnittiger Quarter prescht an uns vorbei. Huch! ;-) Amor, der kurz vor dem Galopp noch einmal äppeln mußte und deshalb auch die Hufe warf, kommt hinterher, bleibt aber hinter uns. Joe und Laura warten auf uns am Ende vom Weg und schauen uns entgegen, Joe mit einem Na-wo-bleibt-Ihr-denn-ich-bin-schon-mal-da-Blick. ;-) Nix passiert, alles gut. 

 

So bummeln wir in einem Bogen wieder zurück in Richtung Stall und lassen die Jungs auf dem Heimweg noch etwas Gras knabbern. 

Ein Tag nach Vollmond
Ein Tag nach Vollmond