Isoliertes Wasserfaß
Isoliertes Wasserfaß

Es galt gleich von Anfang an, Probleme zu lösen: das Thema "fließendes Wasser", gerade im Winter, forderte uns. Es war zwar von vorne herein mit unserem Verpächter geregelt, daß dieser uns mangels entsprechender Leitungen Wasser bringt, zumal der von uns gebohrte Brunnen nicht bis auf das Grundwasser führt. Doch wie wird das im Sommer bei Hitze wegen der Algen? Und im Winter bei Eis und Schnee?

 

Wir überlegten hin und her und entwickelten schließlich ein beheiztes Wasserfaß, einen 1.000 l-IBC-Container. Dieser steht seit dem 23.06.2006 auf einem Betonsockel und ist mit Holz und Styrodur verschalt. Darunter steht eine sog. Frühbeetheizung, welche mit Petroleum läuft. So bleibt das Wasser bis ca. -12° eisfrei und auch im Sommer recht kühl. Ist der Container leer, befüllen wir ihn über einen vom Grundstück unseres Verpächters her manuell zu verlegenden Wasserschlauch. 

Von vorne
Von vorne

Zunächst tränkten wir aus Bottichen, bauten dann aber auch noch eine Selbsttränke an, die von Frühjahr bis zur ersten Kälteperiode in Betrieb ist. Alternativ dazu bieten wir Wasser auch aus einem Zinkbottich an. Und damit wir auch diesen nicht immer im Winter vom Eis befreien müssen, haben wir seit 2007 das gleiche System hierbei angewandt:

 

Der Bottich wurde in eine sehr stabile Holzkiste eingelassen. Unter dem Wasserbottich steht ebenfalls, wie unter dem IBC-Container, eine Frühbeetheizung. Zudem wurde die Holzkiste innen mit Styropor verkleidet, um die Wärme zu halten.

 

Eine Füllung mit ca. 2 l Petroleum hält bei Dauergebrauch in jeder Frühbeetheizung ca. 10 Tage. Bei sehr, sehr kalter Witterung stellen wir gegebenfalls auch einmal Grabkerzen mit unter die Behälter.

 

Natürlich gibt es dennoch Perioden, während der wir von zu Hause aus Wasser in Kanistern anschleppen müssen. Doch das beschränkt sich auf sehr wenige Tage im Jahr - wenn überhaupt. :-)

Leider auch: wo kein Wasser, da kein Strom. ;-)

 

Wir leben gewissermaßen "Back to the Roots": am Stall gibt es nämlich auch keinen Strom. Wir haben ein Stromaggregat, welches mit Benzin läuft und mit dem wir den Stall beleuchten können. Außerdem besitzen wir einen Stromwandler, an den eine Auto-Batterie angeschlossen werden kann. So sind in den Boxen, im Gärtchen, unter dem großen Vordach und in Richtung alter Paddock große Feuchtraumlampen vorhanden.

 

Aber um ehrlich zu sein: wir benutzen dieses Stromaggregat oder den Stromwandler nur sehr, sehr selten. Hauptsächlich sind wir im Dunkeln mit Kopflampen am Stall zugange. Diese gewährleisten durchs LEDs ein sehr helles, punktuelles Licht (vor allem beim Misten sehr hilfreich) und sind - vor allem - leise.

 

Auch die Pferde sind hieran gewöhnt; hin und wieder reiten wir mit den Kopflampen im Winter auch im Dunkeln aus oder gehen spazieren.

 

Sicherlich wäre ein Stromanschluß praktisch und wünschenswert. So könnte beispielsweise der Tierarzt bei Bedarf röntgen,  der Hufschmied schleifen, etc. Bislang haben wir alles Anfallende aber auch so gut im Griff gehabt.